November 89 - was war da?

Projekt Plauener Schüler im Deutsch-Deutschen Museum

Plauen/Mödlareuth. 

Plauen/Mödlareuth. "November 89 - was war da?" - Die Frage stellt das Schülerprojekt mit diesem Titel im Deutsch-Deutschen Museum Mödlareuth. Schüler der Hufeland-Oberschule aus Plauen sind dabei. "Ich kann mir vorstellen, dass das schrecklich gewesen sein muss für die Menschen", sagt Chantal Lehninger. Tina Müller: "Mein Vater hat mir davon erzählt." Die beiden Plauener Schülerinnen waren jetzt erstmals im Deutsch-Deutschen Museum.

Den Horizont der Schüler erweitern

Warum sich die Hufeland-Schule am Projekt beteiligt? "Für uns ist es nicht das erste Projekt hier", so Erika Volkmann, stellvertretende Schulleiterin. Der Blick auf diese Zeit, die für die Schüler heute weit weg ist, soll geöffnet, der Horizont erweitert werden. Dabei gehe es nicht nur um die Geschichte, sondern auch um die Gegenwart. "Was bedeutet Demokratie? Das ist superwichtig. Ich möchte die Schüler wachrütteln." In einer Zeit, wo es in Plauen den "Dritten Weg" gibt, wo man Zettel von letzterem im Briefkasten vorfinde.

Robert Lebegern vom Museum zeigte den jungen Leuten Bilder von Mödlareuth von 1989. Er sagte: "Die Grenzöffnung ist Bestandteil der Regionalgeschichte." Heute leben 50 Menschen im Dorf, welches zu DDR-Zeit durch eine Mauer und durch Stacheldraht getrennt war. Das Museum besuchen jedes Jahr etwa 80.000 Besucher. Anlass für das Schülerprojekt ist 30 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall. Zu den Grenzöffnungen in der Region soll eine Ausstellung entwickelt werden. Dabei sollen nicht nur Recherchen angestellt, mit Zeitzeugen gesprochen werden, sondern es werden auch Filme selbst gedreht. Am 5. November wird die Ausstellungseröffnung im Museum sein.