Oberlosa: Es ist ordentlich Druck im Kessel!

Handball Plauener brauchen Punkte, sonst droht der Abstiegskampf

Natürlich wird beim SV 04 Oberlosa derzeit ganz viel gesprochen. Die Plauener Handballer wollten erneut um die Meisterschaft mitspielen. Jetzt ist der Vizemeister des Vorjahres aktuell nur Neunter mit 7:9 Zählern. Da gibt es ganz schön viel Redebedarf. Am Samstagabend treten die Spitzenstädter auch noch gegen den USV Halle an, der als Angstgegner gilt. Und die Gäste kommen als Tabellensechster mit Trainerin Ines Seidler nicht, um den Spitzenstädtern auf die Beine zu helfen. Somit brennt in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle ab 19 Uhr gehörig die Luft. Denn noch eine Niederlage kann sich der SV 04 Oberlosa eigentlich nicht erlauben, weil dann unter Umständen sogar ein Abstiegsplatz droht. SV-Trainer Petr Hazl weiß das. Und der frühere Profihandballer mahnt: "In solch einer Situation zeigt sich die mentale Qualität. Schaffen wir es, jetzt die Ruhe zu bewahren und nicht verrückt zu spielen, dann werden wir auch wieder gewinnen."

Damit hatte keiner gerechnet

Dass eine eingespielte Mannschaft, die vor sechs Monaten nur knapp die Aufstiegsspiele verpasst hat, in der Mitteldeutschen Oberliga bis auf Platz neun durchgereicht werden könnte, das hatte niemand für möglich gehalten. "Diese Aussage stimmt aber nicht ganz. Wir haben vor zu viel Optimismus gewarnt. Das wollte vom Vizemeister nur keiner hören. Alle dachten, als nächstes folgt nun der Aufstieg", blickt Lutz Petzoldt als Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH zurück. SV-Trainer Petr Hazl hatte kurz vor Saisonbeginn Bedenken geäußert: "Wir hatten viele Probleme in der Vorbereitung und sind gut beraten, von Spiel zu Spiel zu denken. Es wird ganz schwer für uns." Nach drei Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen muss der SV 04 nun am 9. Spieltag vor heimischem Publikum den USV Halle bezwingen. Der Druck ist da. Die Gäste hatten sich vor der Saison gut verstärkt und mit 230 erzielten Toren kommt der derzeit zweitbeste Angriff der Liga nach Plauen. Abteilungsleiter Rico Michel: "Wir brauchen dringend Punkte, um das kleine Polster zu den Abstiegsplätzen zu bewahren. In den letzten Spielen zu Hause gegen Bad Blankenburg und in Apolda fehlten oft nur Kleinigkeiten, um erfolgreich zu sein."

Es fehlen nur Kleinigkeiten

An diesen kleinen Stellschrauben drehen, Ruhe bewahren und konzentriert weiter arbeiten ist das Motto der Schwarz-Gelben. "Die Mannschaft arbeitet akribisch im Training und bei jedem ist der Wille spürbar, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Mentalität, Kompaktheit und Disziplin", fordert Trainer Petr Hazl insbesondere in der Defensive gegen die angriffsstarken Hallenser. Personell stehen auch diesmal noch einige Fragezeichen im Raum. Pascal Wolf könnte nach seinem Muskelfaserriss eventuell erstmals wieder in der 2.Mannschaft zum Einsatz kommen. Marc Multhauf zog sich in der Vorwoche nach einem rüden Foul eine Nackenverletzung zu. Der Rückraumspieler entscheidet kurzfristig über seinen Einsatz.