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Oberlosa stürzt den Topfavoriten in die Krise

Handball Die Plauener haben die HG 85 Köthen mit 21:19 besiegt

Plauen. 

Plauen. Der SV 04 Oberlosa hat gestern Abend den Oberliga-Topfavoriten - die HG 85 Köthen - in eine Saison-Auftaktkrise gestürzt. Dabei hatten die Plauener gegen den Vorjahres-Vizemeister beim 21:19-Heimsieg (10:8) sogar noch Luft nach oben. Zugleich aber bemühten sich die Oberlosaer Spieler sofort nach Spielschluss um Zurückhaltung. "Die Mitteldeutsche Oberliga reißt dir sofort den Boden unter den Füßen weg, wenn du abhebst", stellte Rückraumschütze Paul Richter klar.

Eine beeindruckende Vorstellung der Plauener

Keiner der 540 Zuschauer in der Kurt-Helbig-Sporthalle hätte zu Beginn gedacht, dass die Köthener ab Spielminute 12 den Plauenern hinterher laufen müssten. Klafften im Deckungsverbund des SV 04 in der Vorwoche (31:31-Remis gegen Halle) noch offene Abwehrwunden, so präsentierte sich das Team von Trainer Petr Hazl diesmal als geschlossener Riegel.

Der Coach zuckte nur mit den Schultern: "Keine Ahnung warum das letzte Woche so und diese Woche so war. Es ist mir unerklärlich." Selbst die Akteure wissen nicht, was genau da in ihren Köpfen vorgeht. Denn Oberlosa ließ diesmal gleich in zwei entscheidenden Spielsituationen reihenweise Großchancen aus. Nur der neuen Qualität innerhalb des Kaders ist es zu verdanken, dass jeweils der Ausgleich verhindert werden konnte.

Torwart Carsten Klaus und Marc Multhauf überragend

Oberlosa führte mit 9:5 (17.) und die Plauener hätten wohl frühzeitig zum Schaulaufen ansetzen können. Doch dann patzten urplötzlich Linus Roth (2), Torsten Wetzel (2), Marcus Peschke und Louis Hertel. Erst als Torwart Carsten Klaus mit einer von 19 überragenden Paraden glänzte und Marc Multhauf (10 Tore) per Siebenmeter-Strafwurf traf, rettete Oberlosa den so wichtigen Vorsprung in die Halbzeitpause (10:8).

Im zweiten Abschnitt "vertändelten" die Spitzenstädter dann beinahe die 21:16-Führung (55.). Marcus Peschke, Torsten Wetzel, Paul Richter, Philip Trommer-Ernst und Jakub Kolomaznik zeigten diesmal Nerven und trafen nicht. Abwehr-Chef Torsten Wetzel sagte es deutlich: "Dass wir da psychologisch noch an uns arbeiten müssen, ist klar. Wir hätten heute locker 30 Tore machen können, scheiterten aber viel zu oft."

Es gibt keinen Grund für Hochnäsigkeit

Insgesamt aber hat der SV 04 ein ganz tolles Spiel gemacht und die HG 85 Köthen per Fehlstart (2:4 Punkte nach 3 Spielen) schon einmal leicht ins Stolpern gebracht. Rechtsaußen Denny Mertig betont: "Wir wissen, dass die Saison noch sehr lang ist und wir überhaupt keinen Grund haben, die Nase in den Wind zu halten. Wir haben zwar 5:1 Punkte, liegen nach drei Spielen aber nur ganze drei Tore im Plus. So eng ist in der Mitteldeutschen Oberliga alles beieinander." Nächsten Samstag muss Oberlosa nach Delitzsch (0:6 Punkte). Es wird ein ganz schweres Spiel.

Statistik

Oberlosa: Klaus, Flämig; Kveton, Wetzel (2 Tore), Weikert (1), Peschke (1), Roth (3), Englert, Trommer-Ernst, Mertig (3), Richter (1), Hertel, Kolomaznik, Multhauf (10/ davon 4 Siebenmeter)

Zuschauer: 540



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