Oberlosa verpasst die Überraschung

Handball Oberlosa verliert gegen den Topfavoriten Leipzig mit 17:19

oberlosa-verpasst-die-ueberraschung
Denny Mertig (mit Ball) traf vor 514 Zuschauern gegen Leipzig viermal ins Schwarze. Foto: Oliver Orgs/Pressebüro Repert

Plauen. Diese 17:19-Niederlage (10:10) tut dem SV 04 Oberlosa richtig weh. Denn die Plauener Handballer hätten die SG LVB Leipzig vermutlich schockiert, wenn man gegen den Topfavoriten der Mitteldeutschen Oberliga ein paar entscheidende Angriffsaktionen besser ausgespielt hätte.

SV-Rechtsaußen Denny Mertig fasste sich an die Stirn: "Wir sind im Angriff gescheitert. Gegen eine der besten Mannschaften, die jemals zum Punktekampf gegen Oberlosa antreten musste." Gegen die Zwei-Meter-Bären aus Leipzig mit Thomas Oehlrich (2 Tore), Clemens Uhlig (5) und Steve Baumgärtel (1) lag Oberlosa viermal in Führung: 2:0 (5.), 7:6 (22.), 9:7 (26.), 10:9 (30.).

Gäste-Trainer Enrico Henoch stellte fest, "dass uns Oberlosa das Leben richtig schwer gemacht hat. Wir haben ja sogar drei Siebenmeter ausgelassen." Allen voran zog SV-Keeper Carsten Klaus mit einer famosen Leistung (insgesamt 14 Paraden) dem Drittliga-Absteiger einen Zahn.

Zweite Hälfte ging an die Leipziger

Nach dem 10:10-Pausen-Untenschieden ließen es die wuchtigen Leipziger dann aber krachen. Elf Minuten lang gab es für den SV 04 kein Durchkommen. So rannte der Gastgeber ständig dem Drei-Tore-Rückstand nach: 10:13 (38.), 13:16 (46.), 15:18 (52.).

Ärgerlich aus Plauener Sicht: Im zweiten Abschnitt ließ der SV 04 im Angriff zu oft seine beiden Außen hängen. Der Druck im Zentrum nahm zu. LVB ließ kaum noch Lücken. Erst als Paul Richter (16:18/52.) und Andreas Weikert (17:18/58.) mit Fullpower-Aktionen das Gäste-Bollwerk durchbrachen, bot sich die Chance zum Ausgleich. Doch die vergaben Paul Richter und Linus Roth dann durch einen simplen Zuspielfehler 55 Sekunden vor Schluss. Der Tempogegenstoß zum 17:19 schmerzte.

Fünf Prozent zu wenig für die Überraschung?

Entsprechend enttäuscht rang Neu-Trainer Petr Hazl um Worte: "Gegen solch eine starke Truppe nur 19 Gegentore zuzulassen, ist stark. Aber wir waren vorn oft zu ängstlich." Rückraumschütze Paul Richter traf den Nagel auf den Kopf: "Es war ein riesiger Kampf, in dem wir leider nur 95 Prozent gebracht haben, sonst hätte es heute eine Überraschung gegeben." Oberlosa tritt am Samstag (19 Uhr) in Naumburg beim Angstgegner HC Burgenland an. Die Woche drauf wartet Pirna/Heidenau (16.9., 19.30 Uhr) auf den SV 04.