Oberlosa wendet im letzten Moment noch das Blatt

Handball SV 04 Oberlosa bleibt nach 25:23-Heimsieg gegen Jena zu Hause ungeschlagen

Plauen. 

Das war wirklich der letzte Moment. Erst nach 58:29 Minuten Spielzeit wendeten die Handballer vom SV 04 Oberlosa das Blatt. Gegen den HBV Jena lagen sie zuvor die ganze Zeit hinten. Mit vier Toren in Folge holten sich die Plauener noch den 25:23-Heimsieg (11:14) und sie verteidigten so ihre sensationelle Heimbilanz (23:1 Punkte).

Aber danach sah es zunächst nicht aus. Nach der schlechtesten Halbzeit in der heimischen Kurt-Helbig-Sporthalle in dieser Saison wunderten sich die 435 Fans zur Pause. Rückraumschütze Paul Richter hatte eine Erklärung: "Wenn du ständig aus dem Punktspiel-Rhythmus rausgerissen wirst und zwei, drei Wochen Spielpause hast, dann tut es weh, wieder reinzukommen. So haben wir letzte Woche in Apolda verloren." Genau diesen Umstand nutzten die Gäste aus Jena mit einer tadellosen Leistung aus. HBV-Trainer Sergio Ruiz Casanova "war begeistert von unserer ersten Hälfte. Wir waren da das bessere Team, haben die Drei-Tore-Führung nach dem Seitenwechsel lange verteidigt und sind leider hintenraus eingebrochen."

"Unsere Fans sind echt krass"

Dass Jena in den letzten fünf Minuten noch den möglichen Sieg aus der Hand gab, das hat einen einfachen Grund. "Unsere Fans sind echt krass. Die haben den Gegner zu vier Fehlern gezwungen, die Jenenser haben förmlich gezittert", ballte der blutjunge SV-Keeper Max Flämig die Faust. Der Plauener Schlussmann parierte zum Ende hin nahezu alles. Vorn behielt ein anderer Youngster die Nerven: Linus Roth traf zum 23:23-Ausgleich (56.) und machte danach das 24:23 (59.). Den Schlusspunkt durfte dann Geburtstagskind Louis Hertel setzen, der sich zuvor genau wie seine Nebenleute ungewohnt viele Fehlwürfe leistete. Die Vogtländer bleiben nach diesem 25:23-Heimsieg (11:14) gegen Jena also weiter zu Hause ungeschlagen. Und der SV 04 Oberlosa (2. Platz | 32:14 Punkte) machte im Kampf um die Vizemeisterschaft gegenüber den Verfolgern HSG Freiberg (3. Platz | 32:14 Punkte) und HC Burgenland (4. Platz | 32:14 Punkte) Boden gut. Jetzt gilt es kommende Woche in Oebisfelde zu gewinnen, weil man dann ohne fremde Hilfe bereits im letzten Heimspiel gegen den HC Burgenland die Vizemeisterschaft feiern könnte.

 

Statistik

SV 04 Oberlosa: Klaus, Flämig; Kveton (2 Tore), Wetzel (1), Weikert (1), Roth (3), Märtner, Mertig (4/ davon 4 Siebenmeter), Trommer-Ernst (6/2), Richter (2), Hertel (1), Kolomaznik (49. Rot/3. Zeitstrafe), Multhauf (5/2).

Zuschauer: 435