Oberlosa wie im Rausch

Handball Erwartet wurden zwei spannende Spiele, stattdessen gab es klare Siege

Das waren ganz klare Ansagen vom SV 04 Oberlosa. Sowohl die Männer als auch die Frauen haben am letzten Heimspieltag des Jahres Top-Leistungen abgerufen. Zunächst mussten die Sachsenliga-Handballerinnen aus Plauen gegen Chemie Zwickau gleich beide Spielmacher (Simone Seifert, Franziska Rink) ersetzen. Gerade im Frauenbereich gelingt das normalerweise nicht, weil die Spielerdecke in fast allen Vereinen zu dünn ist. Der SV 04 Oberlosa aber hat über viele Jahre etliche Talente ausgebildet. Und die ließen den Tabellenachten nicht zu Wort kommen. Nur beim Stand von 20:18 sendeten die Zwickauerinnen kurzzeitig Signale. Doch dann drückte die zweite Oberlosaer Welle den nun chancenlosen Gast zu Boden. Zum 33:25-Sieg trafen für den Tabellendritten Josefine Börner (9 Tore), Nadine Hofmann (6), Elvira Kurz (6), Susanne Müller (5), Elisabeth Dinter (3), Michelle Söllner (3) und Fatey-Gal Cöcelli (1) ins Schwarze. Am kommenden Samstag wird es für die SV-Mädels noch schwerer. Das Team von Trainer David Woitke gastiert beim Tabellenvierten TU Dresden. "Wir sind Dritter, die Stimmung im Verein ist toll und zu verlieren haben wir nichts", hat Rechtsaußen Mareike Janzon keine Angst.

Über das Verbandsliga-Spitzenspiel der Männer Worte zu verlieren, ist beinahe unnötig. Denn Oberlosa machte es gegen Leipzig/Delitzsch II nur ganze drei Minuten spannend (1:1). Nach einer Viertelstunde führte der Spitzenreiter vor über 400 überraschten Zuschauern mit 13:3, zur Pause lagen zwischen dem Ersten und dem Zweiten beim Stand von 20:6 Welten. Zum 38:20-Endstand warfen ein: Märtner (12), Frost (4), Peschke (3), Englert (3), Schneider (3), Fickel (3), Roth (3), Richter (3), Brabec (2), Anlauf (2). Die Oberlosaer liegen nun nach neun Spieltagen verlustpunktfrei sechs Zähler vor den Verfolgern.