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Sachsen

Oelsnitz startet in die vierte Bundesliga-Saison!

Sportschießen Luftpistolen-Team der 1. Bürgerlichen Schützengilde lässt es krachen

Oelsnitz. 

Oelsnitz. Feuer frei! Am 17. Oktober wird das Luftpistolen-Team der "1. Bürgerlichen Schützengilde zu Oelsnitz/Vogtland e.V." die bereits vierte Saison in der 2. Bundesliga angehen. In Berlin treffen die Sperken auf die Zehlendorfer Schützengilde. Elf Sportschützen bilden das Team: Dirk Löffler, Mannschaftsleiter Aron Fläschendräger, Daniel Clauß, Anneliese Falkenberg, Roland Eichhorst, Jürgen Barth, Kristian Borschke, Frank Eberlein, Agnes Völker, Yannic Grießbach und Ronny Schnabel. Nachdem die vergangene Bundesligasaison situationsbedingt abgesagt wurde, gelang es den Teppichstädtern ein Jahr zuvor mit Platz 3 das bisher beste Ergebnis von acht teilnehmenden Mannschaften einzufahren. Mit dieser Platzierung qualifizierten sich die Oelsnitzer für die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga, welche sie auf Platz 4 beendeten.

 

Das ist die Ausgangslage

 

Zur Erklärung für alle, die übers Sportschießen noch nicht so viel wissen: Als erster vogtländischer Schützenverein ist die Schützengilde in einer Bundesliga präsent. In der 2. Bundesliga-Ost in der Disziplin Luftpistole schießen insgesamt acht Vereine. Die beiden besten Teams treten in der Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga auf die dortigen Letztplatzierten im Finale gegeneinander an und kämpfen um den Startplatz in der höchsten Liga Deutschlands. Ein Bundesligateam besteht im Wettkampf aus fünf Schützen, die nach einer Rangliste im Mann-gegen-Mann-Modus gegen die fünf Sportschützen der gegnerischen Mannschaft schießen. Nach dem Auftakt am Sonntag trifft das Oelsnitzer Team am 31. Oktober ebenfalls in Berlin auf die zweite sächsische Mannschaft, die PSSG zu Dresden und auf den gastgebenden Verein, den PSV Olympia Berlin. Am 12. Dezember geht es erneut in Berlin weiter gegen die Schützengilde Frankfurt/Oder und gegen die Schützengesellschaft Wechmar. Am 16. Januar heißen die Gegner Schützengilde zu Potsdam und Stralsunder Schützen-Compagnie. Zum Bundesligaauftakt fahren Mannschaftsleiter Aron Fläschendräger, Dirk Löffler, Daniel Clauß, Kristian Borschke und Yannic Grießbach.

 

Spitzensport kostet eine ganze Stange Geld

 

Aron Fläschendräger gehört zu den Säulen der Schützengilde: "Neben der finanziellen Herausforderung gibt es auch noch eine personelle, denn neben der Bundesliga muss ein weiteres Team in der Landesliga Sachsen gestellt werden, insgesamt sind rund 20 Schützen angemeldet. Kosten im vierstelligen Bereich kommen auf uns zu. Diese zu stemmen ist das eine, auch sportlich mussten wir uns verstärken." Seit Juli 2017 ist Theresia Völker die Trainerin. Die 54-jährige Ärztin ist seit 2016 C-Leistungssport-Trainerin und besuchte eine Mentaltrainer-Ausbildung. Einmal monatlich ist ein gemeinsames Training in Burgstädt angesetzt, wo sie lebt. Geschossen wird auf elektronischen Anlagen. Zudem wird in kleineren Gruppen trainiert beziehungsweise jeder für sich.

 

Eine bemerkenswerte Geschichte

 

Die Schützengilde schreibt in ihrer Chronik: "Unser Werdegang: 2014 gründeten wir unsere Luftpistolen-Mannschaft, wurden 2015 Sachsenmeister, 2016 Vizelandesmeister, 2017 erneut Landesmeister, belegten Platz 1 in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga und schafften damit den Aufstieg." Und so ging es danach weiter: In der ersten Bundesligasaison stand Platz 5 zu Buche, wie auch ein Jahr später. Zur letzten Saison konnten sich die Oelsnitzer mit Platz 3 in der Bundesliga etablieren. Der Ausblick von Aron Fläschendräger: "Heuer ist es schwer zu sagen, wie hoch das Leistungsniveau ist. Nachdem uns Sportschützen eine längere Zeit das Training verwehrt blieb, ist vieles nicht vorhersehbar. Unser Team sticht mit einem perfekten Mix zwischen jungen und erfahrenen Schützen hervor. Ein Auftaktsieg ist Pflicht, wenn man von Beginn an um die vorderen Plätze kämpfen möchte. Der Favorit in meinen Augen ist die SG Wechmar, die mehrere Hochkaräter in ihren Reihen hat."