Oelsnitz will die Türme retten: Spendenmarathon hat begonnen

Toller Auftakt zum großen Infoabend in der Stadtkirche St. Jakobi

Oelsnitz/Vogtl.

Es sind die höchsten Kirchtürme des Vogtlandes. 73,5 Meter hoch - Nordturm und Südturm sind Zwillinge - sie drohen zu verschwinden. Einsturzgefahr, wenn jetzt nichts passiert. Was der Eiffelturm für Paris darstellt, das sind diese beiden Kirchtürme der Stadtkirche St. Jakobi für Oelsnitz. „Stellt euch vor, diese Kirche würde fehlen...“ Für die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Jakobus im Vogtland sprachen zunächst der Vorstandsvorsitzende Christoph Apitz und und Pfarrer Tilo Kirchhoff. Es war ein bewegender Abend zum Auftakt eines Spendenmarathons.

Eine große Gemeinschaft

Was klar ist: Nur wenn die Bürger, die Wirtschaft, der Staat und die Kirche zusammen eine Einheit bilden, werden die 4,7 Millionen Euro zusammenkommen. So viel Geld kostet es, die Kirche nach heutigen Standards wieder fitzumachen. „Wir tun das für die nächsten Generationen. Hier sind alle Oelsnitzer eng miteinander verbunden. Diese Türme sind eine Herzensangelegenheit“, stellte Constanze Süßdorf-Schönstein fest. Die Apothekerin durfte zusammen mit Ehemann Alexander Schönstein und Kathrin Jakob die neu gegründete Stiftung der Stadtkirche St. Jakobi präsentieren. Kai Lederer von der Sparkasse Vogtland überreichte die Stiftungsurkunde. „Ihr habt sogar mehr Geld gesammelt als die nötigen 25.000 Euro. Natürlich hat sich auch die Sparkasse hier mit engagiert“, informierte der Oelsnitzer Kai Lederer, der Direktor Private Banking. Er war zusammen mit Stefan Haberer (Sparkasse Vogtland, Vertriebsmanager FK) in die Kirche gekommen. Genau wie viele weitere Freunde und Partner aus der Umgebung.

Eine ganz besondere Kirche

Die Teppichstadt will ihre Türme retten. Um die Zwillinge sorgt sich auch Architekt Christian Hofmann aus Reichenbach. Er stellte das Bauprojekt vor. Als Fachmann sprach Jonny Geipel über die Glocken, die etwas ganz besonderes darstellen. Es handelt sich um einen ganz seltenen Glockenstuhl. „Die Glocken läuten im rechten Winkel zueinander, sodass der Turm nicht sonderlich ins Wanken gerät“, verriet Pfarrer Tilo Kirchhoff. Die Jakobikirche besitzt übrigens die größte Orgel zwischen Waldsassen und dem Zwickauer Dom.

Alle für Eine: Alle für die Stadtkirche St. Jakobi in Oelsnitz

Doch der Nordturm ist in einem schlechten Zustand. Der Südturm ist etwas besser dran. Alleine der Gerüstbau kostet schon 886.000 Euro. Das Unternehmen Meiser aus Oelsnitz unterstützt großzügig. Spendenmöglichkeiten gibt es einige. Landrat Thomas Hennig hilft mit. Genau wie Volksmusikstar Stefanie Hertel. Auch der Altlandrat Dr. Tassilo Lenk saß mit im Publikum. Klasse. „4,7 Millionen Euro Kosten insgesamt, das ist eine ganz schöne Stange Geld. Wenn aber jeder seinen Beitrag leistet, kann man es schaffen“, stellten vor Weihnachten Geschäftsführer Jan Gerbeth und Marketingleiter Thomas Münzer von der Sternquell-Brauerei fest. Der Förderverein zum Erhalt des Nordturms der Jakobikirche und die Oelsnitzer Stadträte. Sie ziehen alle an einem Strang.

Spendenkonto

Das Team um Constanze Süßdorf-Schönstein hat wie erwähnt weit mehr als 25.000 Euro gesammelt. Die Stiftung konnte gegründet werden. Jetzt sind bereits 36.925 Euro verbucht. Spenden kann man auf das Konto mit der IBAN: DE 63 8705 8000 0101 0681 23 bei der Sparkasse Vogtland. Verwendungszweck: „Rettet die Türme“. Es gibt viele Initiativen. Unter anderem ist ein WhatsApp-Kanal auf Sendung gegangen. Es wird ein Crowdfunding geben. Kontakt: St. Jakobi Kirche Oelsnitz; Telefon: 037421 / 22929; E-Mail: [email protected]