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Ohne Berta gäbe es keine Rollbockbahn

menschen 2019 Karl-Heinz Meyer hält Sammlerstücke in Ehren

Heinsdorfergrund. 

Heinsdorfergrund.Berta hieß eine Bahn, die von Reichenbach nach Oberreichenbach, dann zur Göltzschtalbrücke und über Mylau weiter nach Lengenfeld fuhr. Der Traditionsverein "Rollbockbahn" e.V. hat dieses Jahr eine neue Ausstellung dazu aufgebaut, die auf die Spur der einstigen Bahnlinie führt. Namentlich steht für diese Schau Vereinsmitglied Karl-Heinz Meyer, der privat eine große Sammlung an Dokumenten hat, die er über die Jahre hinweg angesammelt hat. "Darunter ist zum Beispiel ein Fahrplan von 1905", sagt er.

Ausstellung wurde auf die Beine gestellt

Diesen schenkte ihm in den 70er Jahren eine Frau. "Jetzt passt der Fahrplan genau dazu." So kommt dieses und weitere Sammlerstücke zu neuen Ehren. Das 125-jährige Jubiläum feiert die Berta im nächsten Jahr. "Am 30. April 1895 wurde die Bahnlinie eröffnet", so Karl-Heinz Meyer. Die Erweiterung der Strecke nach Lengenfeld wurde am 16. Mai 1905 gefeiert. "Am 1. Oktober 1909 war die Eröffnung des Personenverkehrs mit der Rollbockbahn." Diese fuhr vom unteren Bahnhof in Reichenbach nach Oberheinsdorf und zurück. Dass es ohne die Bahnstrecke, die liebevoll Berta genannt wurde, die Rollbockbahn gar nicht gegeben hätte, war Grund genug für die heutigen Rollbockbahner, sich mit der sogenannten Berta intensiver zu beschäftigen und eine Ausstellung auf die Beine zu stellen.

Name geht auf Ehefrau des Lokführers zurück

Warum sie überhaupt Berta hieß? Karl-Heinz Meyer sagt: "Frieder Machold aus Lengenfeld hat es erforscht." Der Name geht zurück auf die alte Lok und den Lokführer, dessen Ehefrau Berta hieß. 1957 fuhr hier der letzte Personenzug und 1972 der letzte Güterzug. Dann wurde die Strecke stillgelegt.

Einweihung des Schrankenwärterhauses in 2005

Zum Rollbockverein: In den Jahren 1998/1999 wurde mit Hilfe der Vereinsmitglieder ein Lokschuppen errichtet, der dem ehemaligen Heizhaus in Reichenbach am Unteren Bahnhof nachempfunden wurde. Seit dem 16. Oktober 1999 ist hier die letzte erhaltene und auf den Originalzustand im Auslieferungsjahr 1902 restaurierte Rollbocklokomotive Fairlie IM 252 untergestellt. Im Jahr 2005 konnte das Schrankenwärterhaus (ehemals in der Altstadt) eingeweiht werden.



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