Ohne Muttizettel Party machen

Geburtstag Plauens Streetworker feiern 20 Jahre Mobile Jugendarbeit

In schwierigen Zeiten mit historischem Geburtentief trommelt eine Hand voll Erwachsener noch immer auf den Busch. Das Herz der Streetworker von Plauen schlägt nun seit 20 Jahren für die Jugend der Spitzenstadt. Genau deshalb lassen sie es mit "ihren" Jungs und Mädels im Jubiläumsjahr richtig krachen. Die Mobile Jugendarbeit (MJA) wurde von manchen Schreibtisch-Wortführern sogar schon gänzlich in Frage gestellt. Doch Janet Peip, Kerstin Kunze, Anja Merkel, Franziska Klinner und Steffi Dölz haben ihren Platz längst dort gefunden, wo Politik und Verwaltung keine Rolle spielen: Auf der Straße. "Wir sind die Lobbyisten für junge Menschen", sagen sie. Am Freitag soll nun die "N(M)acht der Jugend" unter dem Motto "Life Fun Party" in der Alten Kaffeerösterei eine Neuauflage erfahren, die ihresgleichen sucht. Mit DJ KitKut, DJ SickBoy sowie DJ CPB werden die Streetworker der Plauener Jugend ordentlich was auf die Ohren hauen. Dazu gibt es Fingerboarding, Kickerturnier, Aktionswände sowie Aktionsstände "und wer möchte, der kann sogar im Dreieck springen", lädt MJA-Chefin Janet Peip ein. Los geht es ab 19 Uhr bis open end und ausnahmsweise sind die wegen des Jugendschutzgesetzes gewohnten "Muttizettel" einmal nicht erforderlich. Die "N(M)acht der Jugend" ist schon seit den 1990er Jahren eine traditionsreiche "Marke" der Mobilen Jugendarbeit Plauen. "Nach längerer Pause wird das Remake möglicherweise seine Vorgänger in den Schatten stellen", hoffen die "Vorturner" auf Nachahmer. Unterstützt wird das bunte und laute Treiben im Norden der Stadt von der "Skatebox", dem Alte Kaffeerösterei e.V., dem "Jupp", dem "student.mag" sowie dem Kinder- und Jugendzentrum "Oase".