Ohne Strom steht niemand da!

Insolvenz Pleite von Care-Energy beschäftigt Auerbacher Verbraucherzentrale

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Mit ihrer großen Erfahrung konnte Heike Teubner schon vielen Verbrauchern aus der Patsche helfen. Foto: Thomas Voigt

Auerbach. Intransparente Verträge und nicht nachvollziehbare Forderungen - seit Monaten muss sich die Auerbacher Verbraucherzentrale mit der Pleite des Stromanbieters Care-Energy beschäftigen. Viele Betroffene im Vogtland sind verunsichert.

"Dass Kunden durch die Pleite plötzlich ohne Strom dastehen, kann nicht passieren", beruhigte Beratungsstellen-Leiterin Heike Teubner. Wer vom Anbieter noch mit Strom beliefert wird, müsse Abschläge und korrekte Nachzahlungen weiterhin leisten. Allerdings sei es wichtig, dass die Zahlungen an die neue Bankverbindung gehen.

In der Regel wird diese vom Insolvenzverwalter an die Kunden weitergeleitet, weiß Teubner. "Solange die neuen Bankdaten nicht mitgeteilt werden, sollte man die Zahlung aussetzen." Auch bei Inkasso-Forderungen rät die Verbraucherschützerin den Kunden, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. "Solange seitens des Anbieters keine korrekte Schlussrechnung nachgeschoben wird, muss man nicht zahlen." Der Energieversorger sei dazu gesetzlich verpflichtet.

Bei Rückzahlungen verweist die Verbraucher-Expertin auf die Insolvenztabelle. Die könne allerdings erst nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingesehen werden. Bis dahin können erfahrungsgemäß mehrere Wochen und Monate vergehen. Zu hohe Erwartungen der Stromkunden seien allerdings nicht angebracht. "Ob man von seinem Guthaben tatsächlich etwas zurückbekommt, steht auf einem ganz anderen Blatt."

Weitere Tipps und Hinweise zur Thematik können sich Ratsuchende in der Beratungsstelle Am Graben holen. Kommenden Mittwoch wird von 10 bis 14 Uhr eine kostenlose Hotline angeboten. Erreichbar ist sie unter 03744 21 96 41.