• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Orchester: Vogtland-CDU bringt Fusions-Pläne ins Spiel

Kulturpolitik Disharmonien in der Kulturlandschaft

Plauen/Reichenbach. 

Plauen/Reichenbach.Die von der Vogtland-CDU vorgeschlagene Kooperation oder auch Fusion mit dem Philharmonischen Orchester des Theaters Plauen-Zwickau sorgt für Disharmonien in der Kulturlandschaft.

Theater-Intendant Roland May zeigt sich überrascht und wundert sich darüber, dass im Vorfeld niemand aus dem Kreis der Christdemokraten mit ihm darüber gesprochen habe. Generell ist May davon irritiert, dass er nicht zu Fragen hinsichtlich der künftigen Kulturfinanzierung mit einbezogen wird.

"eheimniskrämerei"sorgt für Ärger

Voriges Jahr rief CDU-Kreistags-Fraktions-Chef Sören Voigt eine Arbeitsgruppe ins Leben, die sich speziell mit diesem Thema befasst. Aus Sicht von May sei es kontraproduktiv, die Verantwortlichen in solche Pläne nicht mit einzubeziehen. Die Plauener Theater-Geschäftsführerin Sandra Kaiser übte ebenfalls harsche Kritik. Prinzipiell könne man über neue Strukturen in der vogtländischen Orchester-Landschaft nachdenken.

Grundvoraussetzung dafür sei allerdings ein konstruktives Miteinander. Inzwischen hat sich May das mehrseitige CDU-Positionspapier zu Fragen der Kultur-Finanzierung zuspielen lassen. Er verstehe die Geheimniskrämerei nicht. In der Vergangenheit musste er sich ohnehin schon intensiv mit Einsparungen rund um sein Ensemble befassen. Insofern sei Effizienz kein Fremdwort für ihn. Vergleiche mit Spielstätten ohne eigene Produktion würden sich seiner Ansicht nach jedoch verbieten.

Derweil äußerte sich auch Stefan Fraas zu den Plänen. Der Generalmusik-Direktor der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach kann sich eine Fusion beider Orchester nicht vorstellen. Mit mehr als 150 Konzerten im Jahr spiele die Philharmonie einen Großteil ihres Budgets selbst ein. Im Fall einer Fusion würden sich die Auftritte in den Raum Plauen und Zwickau verschieben, glaubt Fraas. Da das Orchester auch vom Land Thüringen mitfinanziert wird, prophezeit er gehörigen Gegenwind, der aus dieser Richtung wehen wird.



Prospekte