Ostvorstadt: Die Unzufriedenheit wächst

Bürgergespräch SPD-Stadtratsfraktion war vor Ort

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Auch der Ostvorstädter Peter Wiß (rechts), ein pensionierter Lehrer, bat die Politiker zum Bürgergespräch um Unterstützung. Foto: Karsten Repert

Plauen. In der Plauener Ostvorstadt hoffen viele der fast 4.000 Anwohner auf eine Lösung. Die SPD hatte zum Bürgergespräch "Wie geht's weiter in der Ost?" geladen und dort wurde vor allem über die Schließung der Sparkasse-Filiale diskutiert. 32 Bürger waren gekommen. Sie brachten den SPD-Stadtrat und Fraktions-Chef Benjamin Zabel zur Erkenntnis: "Es ist für viele Menschen unzumutbar, nun bis nach Reusa zur nächsten Filiale zu fahren oder gar zu laufen." Der SPD-Ortsverein kündigte an: "Wir starten eine Unterschriftenaktion für die Aufrechterhaltung eines Angebots der Sparkasse in der Ost." Ein Selbstbedienungsangebot oder der regelmäßige Halt des sogenannten Zaster-Lasters (mobile Filiale) werden angestrebt.

Petition angekündigt

Die Stadtratsfraktion von SPD/Grüne sowie die SPD-Landtagsabgeordnete Juliane Pfeil-Zabel kündigten beim Vorort-Termin in der Ostvorstadt eine Petition an, die Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer und Landrat Rolf Keil zugeleitet werden soll. Stadtteilbewohnerin Undine Naumann-Sommerer: "Wir dürfen nicht fragen, ob das möglich ist. Das müssen wir fordern." Auch die Nahverkehrsverbindung wurde kritisiert. Weil sich in Plauen kein Verantwortlicher verantwortlich fühlt, die fehlende Einkaufsmöglichkeit in der Ostvorstadt zu schaffen, schimpfen die Menschen im Stadtteil immer lauter. "Was ist das für eine Stadtentwicklung, wenn man Supermarktketten bauen und eröffnen lässt, wie es deren Managern passt? In Neundorf gibt es gleich drei Märkte direkt nebeneinander, in der Ostvorstadt gar keinen." So wurde es nicht nur im Wohngebietstreff an der Mammenstraße gesagt.