Paracelsus-Kliniken stehen vor Verkauf

Medizin 40 Stellen werden in Reichenbach und Zwickau gestrichen

paracelsus-kliniken-stehen-vor-verkauf
Lutz Möller ist Regionaldirektor der Paracelsus-Kliniken, Region Ost. Foto: Karsten Repert

Reichenbach/Schöneck. Nach dem Insolvenz-Antrag stehen die Paracelsus-Kliniken offenbar vor dem Verkauf. Das teilten Paracelsus-Geschäftsführer Michael Schlickum und der für die sächsischen Paracelsus-Kliniken zuständige Regionaldirektor Lutz Möller mit. In Reichenbach (30) und Zwickau (10) werden zwar 40 Stellen gestrichen.

Im Vergleich zur Schließung am Standort Karlsruhe (200 Mitarbeiter) sind die Einschnitte klein. Zur Pressekonferenz bemühten sich Michael Schlickum und Lutz Möller in Reichenbach, die Medien von positiven Tendenzen zu überzeugen.

Wenige Streichungen in Sachsen

"Wir haben die Chance, uns in Eigenverwaltung von innen heraus zu erneuern. Wir sind allen Mitarbeitern dankbar." Die Restrukturierung der insolventen Klinikkette ist demnach in vollem Gange. 400 von bundesweit 5.200 Stellen des in Osnabrück ansässigen Unternehmens sollen wegfallen. Die sächsischen Paracelsus-Häuser sind mit insgesamt 40 Streichstellen (1.200 Mitarbeiter in Sachsen) vergleichsweise glimpflich davongekommen.

Das hängt wohl auch damit zusammen, dass die Akutklinik-Standorte Adorf und Schöneck schwarze Zahlen schreiben. Bad Elster ist ebenfalls wirtschaftlich gesund. Von den Mitarbeitern in Reichenbach (330) und Zwickau (410) trifft es nun einige hart. Auch Ärzte sind wohl unter der Betroffenen. Bekanntgegeben wurde zudem, dass der Gesellschafterversammlung und dem Gläubigerausschuss Angebote von Mitbewerbern zur Übernahme vorliegen. Von einem Verkauf der Klinik-Kette als Gesamtpaket darf ausgegangenen werden.