Paritas gut für die Psyche

Gesellschaftsproblem Der enorme Druck wirft viele Menschen aus der Bahn

Weil immer mehr Menschen am Rad drehen, hält unsere Gesellschaft gar nicht mehr an. Der unerbittliche Takt des Alltags spuckt immer mehr Menschen einfach so aus. Das wurde in dieser Woche deutlich, als der Verein "Partner für psychisch Kranke e.V." den 25sten Geburtstag feierte. Diese löbliche Plauener Initiative kämpft quasi ein Vierteljahrhundert für geistig Erkrankte. Gegenüber stehen dabei prinzipiell gesunde Menschen. Diese potenziellen Geldgeber brachten es einst sogar fertig, dass eine der sogenannten Paritas-Einrichtungen wirklich schließen musste. Vereins-Gründungsmitglied Dr. Angelika Waldmann erinnerte sich sogar noch während der Festrede an das Jahr 1996. "Nach Auslaufen der Bundesmodellförderung zeigte sich, dass trotz aller wissenschaftlichen Begleitung weder für die Tagesstätte noch für die Kontakt- und Beratungsstelle eine anschließende dauerhafte Regelfinanzierung gesichert werden konnte. Kein Kostenträger fühlte sich zuständig." Das bedeutete: Die Tagesstätte musste nach fünf Jahren erfolgreicher Arbeit tatsächlich schließen. Inzwischen haben es die Paritas-Verantwortlichen und der Verein "Partner für psychisch Kranke e.V." als 100-prozentiger Gesellschafter geschafft, die Gesunden vom Irrsinn solcher Vorgänge zu überzeugen. Als Sozialbürgermeister stellte Steffen Zenner zur Festveranstaltung in der Markuskirche fest: "Plauen braucht diesen Verein als Partner!" Internetinfo: www.paritas-plauen.de kare