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Paukenschlag: Bundesligaspieler steigt in Plauen ein

Handball Benjamin Meschke soll beim SV 04 Oberlosa die Chefetage verstärken

Plauen. 

Plauen. Paukenschlag beim SV 04 Oberlosa! Wie Vize Christian Huster im Namen des Vorstandes bestätigte, steigt Bundesligahandballer Benjamin Meschke beim Oberligisten ein. Aber nicht als Kreisläufer. "Ich habe Sportmanagement und BWL studiert. Ich möchte in Zusammenarbeit mit Manager Carsten Klaus das Projekt Zukunft angehen", ließ der gebürtige Plauener wissen. Wie der Verein mitteilt, hat man bereits intern in verschiedenen Runden getagt. "Ich laboriere derzeit noch an einer schweren Verletzung am Sprunggekenk und absolviere eine Reha. Dadurch habe ich somit ein paar freie Spitzen", begründet der ehemalige Jugend-Nationalspieler den überraschenden Schritt.

Benjamin Meschke ging bereits bei vier Erstligisten auf Tore-Jagd

Dazu muss man wissen, dass der inzwischen 30-Jährige den Kontakt nach Plauen nie hatte abbrechen lassen. Immer wieder saß er bei Heimspielen auf der Tribüne in der Kurt-Helbig-Sporthalle. Der Kreisläufer spielte bis zu seinem 14. Lebensjahr beim SV 04 Oberlosa. Danach schaffte er beim SC Magdeburg (2005 - 2011) zum ersten Mal den Sprung in die 1. Bundesliga. Dann ging es über Empor Rostock (2011 - 2012), Eintracht Hildesheim (2012 - 2013) bis nach Solingen/Wuppertal (2013 - 2015). Beim dort ansässigen Bergischen HC spielte der Plauener das zweite Mal 1. Bundesliga. Es folgte das "Wunder von Leipzig". Mit dem SC DHfK Leipzig (2015 - 2018) zog er zum dritten Mal in die 1. Bundesliga ein. Der vierte Einzug in die stärkste Liga der Welt gelang dem Vogtländer zuletzt mit dem HBW Balingen-Weilstetten (2018-2020).

Es ist ein Schritt in die Zukunft

Der 120-Kilo-Hüne will nach seiner Genesung "vielleicht noch ein, zwei Jahre Bundesliga spielen und sich währenddessen durch Praktika in der Handball- und in der Fußballbundesliga weiterbilden. Danach würde ich sehr gerne all mein Wissen und mein Netzwerk in meine Heimstadt einbringen", verrät Benjamin Meschke seine Pläne. Für den Spielbetriebs-GmbH-Geschäftsführer Lutz Petzoldt stand schon lange fest, dass man versuchen muss, "ein solch großartiges Eigengewächs wieder nach Hause zu holen." Den Kontakt hielten über Jahre Nachwuchsleiter Iven Wunderlich und Sponsor Jörg Neupert. "Es ist ein Schritt in die Zukunft, der uns wieder ein Stück voranbringen wird", glaubt Vize Christian Huster.



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