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Paukenschlag in Plauen: Einheit-Trainer hört auf

Handball Vasile Sajenev verlässt trotz Erfolg die Kommandobrücke

Plauen. 

Plauen. Der HC Einheit Plauen meldet eine Veränderung im Trainerstab. "Vasile Sajenev wird uns verlassen. Er hat das der Mannschaft am vergangenen Dienstag während einer Videokonferenz mitgeteilt", bestätigen Sabrina Lukas und Frank Kühn den Sachverhalt. Die beiden geschäftsführenden HCE-Vorstände bedauern genau wie die Mannschaft den Abgang des 49-Jährigen. Vasile Sajenev bildete in der aktuell unterbrochenen Saison zusammen mit Jan Richter ein erfolgreiches Trainertandem. Dem Verein gelang in der Mitteldeutschen Oberliga ein kleines Wunder. Denn die Rot-Weißen galten zu Saisonbeginn als Abstiegskandidat Nummer eins. Fünf Spieltage vor Schluss belegen die Plauener jedoch mit 18:24 und vier Zählern Vorsprung vor den Verfolgern den ersten Nichtabstiegsplatz.

 

Jan Richter übernimmt Amt des Cheftrainers

 

Was für die Öffentlichkeit überraschend kommt, hatte sich bereits seit Februar langsam angebahnt. Die Vereinsführung betont: "Wir hätten gerne den Vertrag mit Vasile Sajenev verlängert. Doch unser Trainer hatte bereits zu diesem Zeitpunkt kundgetan, dass er vermutlich im Sommer geht." Der berufstätige Familienvati aus Zwönitz hat sich in den vergangenen Monaten voll in die "Mission Klassenerhalt" reingehangen. Sein Partner und Mitstreiter, Jan Richter, schwärmt: "Ich habe von Vasile sehr viel gelernt und bin sehr froh und stolz darauf, dass ich mit einem Handballexperten seines Formates zusammenarbeiten durfte." Jan Richter übernimmt nun wieder alleine das Amt des Cheftrainers und er kündigt an: "Ich werde das, was Vasile und ich zusammen aufgebaut haben fortführen und ich hoffe sehr, dass wir trotz Coronapandemie die Möglichkeit bekommen, diesen tollen Trainer würdig zu verabschieden."

Vasile Sajenev: "Es ist meine Entscheidung"

Dass sich Vasile Sajenev mit der Entscheidung nicht leicht getan hat, weiß man beim Verein und in der Mannschaft. Der Coach macht deshalb auch gar keine großen Worte. "Es ist meine Entscheidung!" Wie immer beschränkt sich der Handballprofessor auf das Wesentliche. "Ich habe ihn ein Jahr lang nie anders erlebt. Wir haben jeden Tag mindestens einmal über Handball gesprochen. Vasi wird uns allen fehlen", bedauert Jan Richter den Schritt seines Pendants. Aktuell ist die Saison bis 4. Mai unterbrochen. Experten gehen davon aus, dass die letzten fünf Spieltage entfallen und die Saison als erste "Nullrunde der Handballgeschichte" in die Historie eingeht. Denn durch die lange Pause, müsste man zunächst erst einmal wieder ins Training einsteigen, bevor die Saison fortgesetzt werden kann. Manche Spieler werden dann jedoch gar nicht mehr dabei sein, weil deren Verträge ausgelaufen sind. Die daraus resultierende Klage-Möglichkeit benachteiligter Vereine wird aller Voraussicht nach zum Saisonabbruch führen, weil ansonsten eine noch viel größere Unklarheit droht, als es sie bereits jetzt schon gibt.