Pausa soll Solarpark bekommen

Ein Solarpark soll in Pausa entstehen. Vorgesehen ist dafür eine Fläche hinter dem Bahnhof. Der Stadtrat hat grünes Licht für die Pläne eines Investors aus Ostsachsen gegeben. Wann gebaut wird und was die Bürger vor Ort davon haben.

Pausa/Vogtl.

Der Stadtrat Pausa-Mühltroff hat sich jetzt mehrheitlich für den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Solarpark Pausa“ ausgesprochen.

Integriert darin ist ein Vorhabens- und Erschließungsplan, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage zu schaffen. 13 Ja-Stimmen und eine Stimmenthaltung gab es in der öffentlichen Sitzung der Stadträte.

Fläche hinterm Bahnhof im Fokus

Es handelt sich um rund 1,9 Hektar Fläche hinter dem Bahnhof. An diesem halten schon seit Jahren keine Züge mehr, sie fahren lediglich vorbei.

Der Bauausschuss im Stadtrat Pausa-Mühltroff hatte sich vorab mit der Thematik befasst. Bebaut werden mit Photovoltaik soll der nördliche Bereich des Flurstücks 1834/6 der Gemarkung Pausa. Dieser wurde laut Stadtratswillen etwas eingekürzt, um eine weitere Bewirtschaftung der angrenzenden Ackerflächen zu gewährleisten.

Vorgesehen für den Solarpark sind jetzt die Flurstücke 1834/5, 1834/6 (teilweise) und 1216 der Gemarkung Pausa sowie das Flurstück 775/2 der Gemarkung Ebersgrün.

Was verschlägt die Ostsachsen ins Vogtland?

Investor ist die Solarpark Pausa-Mühltroff GmbH mit Sitz in Bad Gottleuba-Berggießhübel nahe Dresden. Was die Ostsachsen ins Vogtland verschlägt? „Wir haben die Fläche von der Deutschen Bahn gekauft“, gibt Steffen Wutke Auskunft.

Eine Fläche, die in den letzten Jahren vor sich hin vegetierte, wie er sagt. „Jedes Jahr gibt es einen Katalog mit Inseraten für Flächen, die zum Verkauf stehen.“ Meist neben Autobahnen oder Bahnhöfen, die nicht mehr in Betrieb sind. So wie eben jetzt in Pausa. Durch ein solches Inserat sei er auf die westvogtländische Stadt gestoßen. „Ich habe mehrere solche Projekte, derzeit sieben“, so der Investor.

Es sei in der Solarbranche so üblich, dass man für jedes eine eigene Firma, eine Gesellschaft gründe. „In jeden Park wird separat investiert.“

Baubeginn für 2027 geplant

Wie der Zeitplan für das Bauvorhaben in Pausa aussieht? „Nächstes Jahr im Frühjahr, so hoffe ich, können wir mit dem Bau beginnen.“ Bis zum Herbst soll die Planung unter Dach und Fach und alles genehmigt sein. Nach dem Winter könne es mit dem Bau losgehen. Ende des nächsten Jahres soll der Solarpark fertig sein und in Betrieb gehen.

Es ist vorgesehen, den durch den Solarpark erzeugten Strom an heimische Firmen zu liefern. „Die Situation aber hat sich insgesamt nicht verbessert, ist schlechter und die Energievergütung ist rückläufig“, erklärte Steffen Wutke.

Millionenschwere Investition

Aber man wolle dranbleiben. „Wir müssen auch eine Batterie bauen, um Strom speichern zu können.“ Investiert werden laut dem Investor rund 1,5 Millionen Euro in Pausa. Fördermittel gebe es nicht.

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