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Pausa: Statt Fichten wachsen jetzt Eichen

Vogtland Wie sich der Wald drei Jahre nach Sturm Herwart verändert hat

Pausa. 

Pausa. Statt Fichten wachsen jetzt Eichen auf einem Waldstück der Mittelhöhe Pausa. "Vor drei Jahren, am 29. Oktober, als der Sturm Herwart wütete, lagen hier die Fichten wie Mikadostäbe", erinnert sich der zuständige Revierleiter Eric Specht. Auf einer rund einen Hektar Fläche Staatswald war der Schaden immens. Und noch bevor man das Schadholz beseitigen konnte, folgte im Frühjahr 2018 Orkan Friederike. "Es waren gesunde Bäume, sie waren nicht von Borkenkäfern befallen", so Erich Specht. Die Ursache, warum es gerade dieses Waldstück besonders stark traf, sieht der Revierleiter vor allem im Waldbestand. "Die Fichten waren nicht dem Standort angepasst." Dafür sei die Fläche zu geprägt von Wasser. "Mit zunehmendem Alter werden die Fichten labil und anfällig für einen Sturm." Der Fichtenbestand auf der Mittelhöhe schätzt Specht auf etwa 115 Jahre. Aber es traf auch andere Waldstücke. Der Revierleiter verantwortet rund tausend Hektar Staatsforst von Weischlitz und Burgstein über Pausa bis vor die Tore Plauens. Das Schadholz wurde aufgearbeitet, das Holz ging in den Verkauf. Dann ging es ans Aufforsten. "Nach dem Sturm 2017 wurden hier 6000 bis 7000 Eichen gepflanzt", erklärt Eric Specht. Das war im Frühjahr 2018. Ein Jahr später, als auf einer benachbarten Fläche wieder Fichten fielen, kamen rund 3000 Eichen hinzu. Warum Eichen? "Wir wollten eine andere Baumart etablieren", so Specht. "Die Stieleiche eignet sich am besten auf einem feuchten Standort. Sie ist widerstandsfähig und eine Lichtbaumart, sie braucht Licht." Durch Anflug wachsen dazwischen auch Birken, Kiefern und Fichten. Es ergibt sich ein Mischwald, und das ist das Ziel. "Wir wollen eine ökologische Vielfalt mit vielen verschiedenen Baumarten", sagt Ines Bimberg von Sachsenforst. "Sachsenforst nutzt die Chance zum Waldumbau mit Laubbäumen und der heimischen Weißtanne, um stabilere und klimatolerantere Wälder heranzuziehen", erklärt Ines Bimberg.