Pflege: Neues Gesetz ist viel gerechter

Soziales Drei Pflegestufen werden ab 2017 durch fünf Pflegegrade ersetzt

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Jetzt wird vieles einfacher. Individuelle Pflege macht das neue Gesetz möglich. Foto: Karsten Repert

Auerbach/Reichenbach. Weil ein Punktesystem gerechter ist. Deshalb musste die Bundesregierung handeln. Das neue Pflegestärkungsgesetz II wird zum 1. Januar 2017 wirksam. Der BLICK informiert heute zum zweiten Mal ausführlich über das, was Betroffene und Angehörige wissen sollten. Die Ausgangslage: In Deutschland werden es bald drei Millionen Menschen sein, die auf Pflege angewiesen sind. Auf rund 3,5 Millionen Pflegebedürftige schätzen die Experten der Bundesregierung den Anstieg bis 2020.

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) hat die Bundesregierung die Grundlage für mehr Individualität in der Pflege geschaffen. Herzstück ist die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeits-Begriffs und des neuen Begutachtungs-Instruments. Mit diesem werden die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. Kritisiert wurde vor allem, dass das bisherige System viel zu starr war. Somit mussten besonders die Angehörigen um vieles Sinnvolle kämpfen. Ricarda Beierlein aus Falkenstein atmet auf: "Jetzt dürfen die Gutachter je nach Beeinträchtigung Punkte vergeben. Das macht die ganze Einstufung geschmeidiger."

Das PSG II stärkt demnach die pflegenden Angehörigen, die mobilen Pflegedienste und erst Recht auch die Pflegeheime. Hintergrund: Auf der neuen Grundlage erhalten ab 2017 alle Pflegebedürftigen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, unabhängig davon, ob sie von körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen betroffen sind. Darüber informiert die Regierung (Quelle www.bundesgesundheitsministerium.de) Der BLICK rückt heute das Thema Pflege in den Mittelpunkt.