Plauen bekommt eine neue Arena

Stadtrat Mehrheit ist für die Drei-Felder-Sporthalle mit zwei Tribünen

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Die Kurt-Helbig-Halle platzt immer öfter aus allen Nähten. Nicht nur der SV 04 Oberlosa, auch die anderen Vereine brauchen die neue Halle. Foto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Plauen. Tolle Nachrichten für alle sportbegeisterten Vogtländer. Der Weg für die neue Arena in Plauen ist frei. Am Standort Lessing-Gymnasium wird 2020 die neue Drei-Felder-Sporthalle mit zwei gegenüberliegenden Tribünen eröffnet. Es dürfen aber auch vier Tribünen werden. Das hat am Dienstagabend der Stadtrat beschlossen.

Dem BLICK sagte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer im Vorgespräch: "Ziel ist es, Ende 2018 das Baurecht zu erwirken." Sport-Bürgermeister Steffen Zenner ließ mit Blick auf die 50 benachteiligten Kleingärtner wissen, "dass die Dringlichkeit dieses Baus im Zusammenhang mit acht neuen Klassenräumen am Gymnasium gegeben ist. Im Augenblick treiben 700 Schüler im Keller Sport."

Stadtrat stimmt für Bildung und Sport

Das sah der Stadtrat offenkundig ebenso. Es gab 26 Ja-Stimmen, nur eine Gegenstimme und sechs Stimmenthaltungen. Betont wurde von Seiten der Stadtverwaltung: "Uns tun die Kleingärtner leid. Aber wir müssen deren Pachtgärten opfern. Natürlich werden alle Betroffenen entsprechend entschädigt und es werden auch neue Parzellen angeboten." In Plauen stehen derzeit 150 Kleingärten leer. Die Diskussionen wegen einer vermeintlichen Überdimensionierung der neuen Halle scheinen ebenfalls beendet.

2.000 Zuschauer passen am Ende rein

Die von der Stadt Plauen finanzierte Sitzplatzkapazität von zweimal 800 Besuchern ist beschlossen. "Mehr Geld gibt es nicht. Punkt", stellte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer klar. Der SV 04 Oberlosa - der Verein will als Betreiber der Halle in Verantwortung gehen - ist bereits tätig geworden. Vereins-Chef Bernd Märtner: "Wenn es nach den Vorstellungen des SV 04 Oberlosa geht, sollen hinter beiden Toren Tribünen stehen. Es sieht nicht schlecht aus", wollte Bernd Märtner heute am BLICK-Telefon aber noch keine verbindliche Aussage abgeben. Dass es mindestens 400 Plätze sein werden, davon ist auszugehen. Zugleich betonte der Oberlosaer Finanzvorstand Wilfried Keßler: "Wir werden immer nur das tun, was wir auch ganz sicher bezahlen können." Bis zum 31. August muss der Fördermittelantrag umgesetzt werden. Dann steht fest, wie das neue Schmuckstück der Stadt Plauen aussehen wird.