Plauen wird 2017 zur Millionen-Baustelle

Bauvorhaben In der Spitzenstadt jagt eine Großinvestition die andere

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Im Bild von links: Steffen Zenner, Ralf Oberdorfer, Levente Szárközy, Robert Hochbaum und Peter Kober prosten sich zu: "Auf dass 2017 ein gutes Jahr werde." Foto: Karsten Repert

Plauen. Neustart. Mit dem heutigen Tag scheint die Stadt Plauen mit Ellenbogen gegen schlechte Stimmung vorzugehen. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer macht den Anfang. "2017 wird das Jahr der Investitionen. Es geht um riesige Millionenbeträge, die in unsere Stadt fließen", trumpfte der 56-Jährige zum 22. Neujahrsempfang. In der Sternquell-Brauerei ging es danach Schlag auf Schlag. Für die höhere Bildung fließen 19,9 Millionen Euro in das Schlossberg-Ensemble, wo schon bald die Staatliche Studienakademie als Vogtland-Uni zu Hause ist. Die Elsteraue, der Komturhof, das Weisbachsche Haus, die Ruinenlandschaft der Hempelschen Fabrik - überall soll es jetzt vorangehen.

Die Millionen liegen bereit. Plauen baut. Das gilt auch für die Rathausfront. "Uns ist zwar nicht der große Wurf gelungen. Aber 2018/2019 beginnt die Sanierung", versprach der OB trotz der kontroversen Vorstellen, wie die Fassade (es regnet bereits rein) künftig aussehen soll. Vor allem die Schulen stehen in Plauen auf dem Investitionszettel. So bekommt das Diesterweg-Gymnasium nun zusätzlich eine neue Mensa und eine neue Aula. Am Lessing-Gymnasium werden weitere, zusätzliche Klassenräume gebaut. Die Dittes-Grundschule bekommt ein neue Gebäude und eine neue Turnhalle am Standort Seminarstraße. "Und alleine in die Sanierung der Astrid-Lindgren-Grundschule fließen drei Millionen Euro", ließ Ralf Oberdorfer wissen.

Dass Plauen trotzdem viele Probleme hat, wissen die 300 Anwesenden. Zum Beispiel gibt es das Ladensterben in der City. Doch die Entwicklung der Stadt insgesamt ist offenbar viel besser, als es das Stimmungsbild in Plauen vermuten lässt. "Wir haben in Oberlosa privaten Grund und Boden gekauft und dafür bereits elf Millionen Euro überwiesen", teilte Ralf Oberdorfer mit. Der Grund ist einfach: Das dortige Gewerbegebiet platzt aus allen Nähten. Investoren können derzeit nicht bedient werden. Zudem wird in Plauen jetzt das schnelle Internet auch in den noch unversorgten Stadtgebieten in Angriff nehmen.