Plauener begeistert über Hayali-Besuch

Morgenmagazin Das ZDF sendete mehr als drei Stunden lang aus der Stadt der ersten Großdemonstration

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Daumen hoch gab es auch vom Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer für die dreieinhalbstündige Livesendung. Foto: Karsten Repert

Plauen. Das war wie ein Befreiungsschlag! Denn die Plauener haben einst den Stein ins Rollen gebracht. Ausgerechnet am 40. Geburtstag der damaligen DDR, am 7. Oktober 1989, spielte das Volk in Plauen nicht mehr mit. Anstatt eines Familienfestes gab es in der Spitzenstadt die erste Großdemo gegen die Staatsmacht. 28 Jahre später hat nun das ZDF-Morgenmagazin diese "Stadt der Helden" erstmals überhaupt so in den Mittelpunkt gerückt wie sich das die Aufständigen von damals lange schon gewünscht hätten.

 

Am 9. November 1989 fiel die Mauer

 

"Und in Plauen hat es angefangen!" Mit diesen Worten meldete sich Moma-Moderatorin Dunja Hayali in mehreren Liveschaltungen aus Plauen. "Dunja hat unsere Stadt öffentlich geadelt", freute eine Passantin. Plauen kämpft heute in Freiheit gegen die Leuchtturmpolitik des Freistaates Sachsen. Das kam rüber in den Beiträgen. Die Politik nimmt vor allem Großstädte ins Visier. Nach Ansicht vieler Plauener ein Grund für den Aderlass. Und auch für den Frust. "Auf den ersten Blick fällt es einem auf. Hier leben viele ältere Leute", stellte Dunja Hayali fest. Und sie erwähnt dann auch, dass in der Stadt fast 28 Prozent der Wähler ihre Stimme der AfD gegeben haben.

 

Was sagen denn unsere Helden?

 

Revolutionär Siegmar Wolf staunte "wie akribisch und lange hier recherchiert wurde. Es waren tolle Beiträge. Ich bin glücklich." Zu Wort kam zum Beispiel von der ehemaligen Bürgerbewegung "Wir sind Deutschland 2015" Michaela Oheim. Es sprachen der freiwillige Feuerwehrmann Gerold Kny, Hobbyfilmer Detlev Braun, Revolutionär Siegmar Wolf und der 89er Wahlbeobachter Steffen Kollwitz. Geschäftsführer Peter Völkner von der Plauen Stahl Technologie GmbH durfte im Fernsehen sagen: "Uns nützt es nichts, wenn Leipzig, Dresden und Chemnitz gut dastehen und nach Plauen kein Zug fährt."



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