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Plauener Erfolgsserie nach 0:1 gegen Jena gerissen!

fußball Rabenschwarzer Tag für die VFC-Kicker - Niederlage geht in Ordnung

Plauen. 

Plauen. Nach elf Spielen ohne Niederlage ist die Erfolgsserie gerissen. Am Samstagnachmittag unterlag der VFC Plauen gegen Carl Zeiss Jena II mit 0:1 (0:0). Die Spitzenstädter erlebten vor 482 Zuschauern einen rabenschwarzen Tag. Denn sie trafen zweimal die Latte, kassierten einen Foulstrafstoß und auch noch einen Platzverweis. "Besonders ärgerlich ist aber, dass dieses 0:1 am Ende trotzdem in Ordnung geht", ordnete Cheftrainer Robert Fischer die zweite Saisonniederlage sachlich ein. Trainerlegende Heiko Weber war "sehr zufrieden mit unseren jungen Spielern. Wir sind eine der letzten U21-Mannschaften und haben heute gezeigt, was wir können", stellte der Jena-Coach fest.

 

Gastgeber haben zu wenig Durchschlagskraft

Am Ende diskutierten alle die Schiedsrichterentscheidungen. Der Unparteiische war aber nicht schuld an Plauener Niederlage. Die Gastgeber konnten in keiner Phase des Spiels richtig Druck aufbauen und sie besaßen letztlich auch nur wenige Möglichkeiten. So traf Philipp Sovago (41.) das Gebälk. Kyriakos Andreopoulos (80.) scheiterte mit seinem Kopfball ebenso an der Jenenser Querlatte. Der Grieche war nach der 0:1-Niederlage "bedient". Die Gäste besaßen hingegen fünf "Riesen". Daniel Heinrich rettete jedoch auf der Linie und Torwart-Neuzugang Mark Depta vereitelte gegen Jena II vier weitere Großchancen. Nur beim scharf getretenen Strafstoß war der Kölner dann machtlos. Silas Hagemann traf in Spielminute 62 zum 0:1.

 

Einige Schiedsrichterentscheidungen im Fokus

Tom Fischer grätschte zuvor ungestüm und traf seinen Gegenspieler, der "dankbar" zu Boden ging. VFC-Assistenztrainer Tommy Färber: "Ganz ehrlich: Ich hätte aus meiner Position und 60 Metern Entfernung auch gepfiffen." VFC-Keeper Mark Depta stand direkt daneben: "Es war eine Fifty-fifty-Entscheidung. Leider gegen uns." Elf Minuten nach dem 0:1-Rückstand dann der zweite Streitpunkt. Der eingewechselte Max Grimm (Jena II) spielte an der Seitenauslinie foul und tickte anschließend aus. Er stürmte auf VFC-Abwehrspieler Moritz Kretzer zu und stieß ihn zu Boden. Die Rote Karte war korrekt. Die große Frage lautete: Wofür hat Moritz Kretzer Gelb gesehen. "Ich habe nichts gemacht", beteuerte der Abwehrspieler. Eine Erklärung des Schiedsrichters gab es nicht. Besonders fragwürdig: Moritz Kretzer hatte im ersten Abschnitt Gelb gesehen, als der Jenenser Torwart beim Abschlag von hinten zur Strafraumgrenze rannte und dort Moritz Kretzer anschoss. Wegen Behinderung wurde der Plauener verwarnt. "Beides waren nach meiner Meinung keine gelben Karten", verstand Moritz Kretzer die Welt nicht mehr. Eine Erklärung für das übereifrige Durchgreifen des Referees Tino Hanke könnte sein, dass die drei Unparteiischen in Plauen unter Beobachtung standen. Schiri-Legende Andreas Walter saß auf der Tribüne des Vogtlandstadions.

 

Statistik

VFC Plauen: Depta - Walther, Fischer (64. P. Dartsch), Träger, Heinrich - Kretzer (78. Gelb-Rot), Andreopoulos - Morosow, Limmer (58. Spranger), Sovago (78. D. Böttcher) - A. Dartsch (58. Grandner)

Schiedsrichter: Tino Hanke (Wittenberg)

Rote Karte: Max Grimm (78., Jena II, Tätlichkeit)

Gelb-Rot: Moritz Kretzer (78., Plauen, 2x Gelb)

Tor: 0:1 Hagemann (64./Foulstrafstoß)

Zuschauer: 482

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