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Plauener Firma zählt nach 30 Jahren 15.000 Kunden

Geburtstag Gründer Bernd Märtner ist immer auf Achse!

Plauen. 

Plauen. Zum 30. Unternehmergeburtstag durfte das kleine Geheimnis verraten werden. Prof. Dr. Bernd Märtner (57) ist zwar kein Gastronom, der Unternehmer hat aber trotzdem in der Sternquell-Brauerei eine Kundennummer. "Alle zwei Monate kommt der Bierlaster aus Neuensalz zu uns in die Firmenzentrale. Das ist natürlich jedes Mal ein Feiertag", schmunzelt der Geschäftsführer der M&S Umweltprojekt GmbH. Das nach wie vor im Wachstum befindliche Unternehmen wird seinen runden Geburtstag coronabedingt erst am 17. Juli mit einem Tag der offenen Tür offiziell feiern können. Am eigentlichen Geburtstag aber tauchte trotzdem ein Gratulant auf. Sternquell-Geschäftsführer Jan Gerbeth ließ es sich nicht nehmen, den Firmengründer mit Ehefrau Uta sowie den über 90 Beschäftigten zu "diesem wirklich grandiosen und vor allem nachhaltigen Geschäftserfolg zu beglückwünschen."

Die Geschäftsidee entstand zu DDR-Zeiten

Noch als Student fasste Bernd Märtner einen Entschluss. Unternehmer wollte er werden. Mit seiner Geschäftsidee aus den letzten Tagen der gerade sterbenden DDR startete der Plauener im Westen durch. Etliche Stolpersteine und Fallstricke konnten die M&S-Mannschaft nicht bremsen. Das bundesweit erfolgreiche Unternehmen behauptete sich im Laufe der Zeit auch international. Mehr als 15.000 Auftraggeber im In- und Ausland schätzen die Leistungsfähigkeit der Plauener, die mit der Erbringung von Ingenieur-, Labor- und Vermessungsleistungen im Umwelt-, Infrastruktur- und Baugrundbereich als Spezialtrupp gelten. "Und immer an Bord haben wir das Plauener Bier", verrät der Firmenchef, der den Geschäftspartnern anstelle von Werbeutensilien am liebsten Sternquell-Präsente überreicht. "Bernd Märtner ist ein perfekter Botschafter für die Spitzenstadt und für unser Plauener Bier", stellt Jan Gerbeth fest. Bier vom Bernd aus Plauen haben bereits verschiedene Ministerpräsidenten, Staatsminister und sogar einige Staatsoberhäupter kleinerer Länder geschenkt bekommen.

XXL-Abfüllung ist inzwischen Standard

Was kaum einer weiß: Wegen Bernd Märtner hat Sternquell frühzeitig jene großen Zwei-Liter-Flaschen eingeführt. Der damalige Brauerei-Geschäftsführer Jörg Sachse ließ sich durch die vehementen Nachfrageintervalle Bernd Märtners erweichen. Der Unternehmer hatte die Idee aus Litauen mitgebracht. In der Plauener Brauerei erkannte die Marketingabteilung seinerzeit schnell das Potenzial dieser XXL-Abfüllung. Jetzt sind die "großen Humpen" Standard

Fünf Millionen Euro Jahresumsatz

Immer wieder schrieb die M&S Umweltprojekt GmbH in den vergangenen drei Jahrzehnten Schlagzeilen. So musste Junior-Chef Christoph Hagen Märtner zum 25. Geburtstag feststellen, dass die bereitgestellten Stühle nicht ausreichen. Der Grund: "Wir haben 150 Gäste eingeladen und erwartet. Aber gekommen sind nun fast 200 Leute." Der in Plauen verwurzelte Ingenieurbetrieb mit seinen elf Zweigstellen bringt es als Firmengruppe auf rund fünf Millionen Euro Jahresumsatz. Das Unternehmen befasst sich mit Deponien, Altlasten im Erdreich und Bodenbeschaffenheiten. Die M&S-Spezialisten kennt man auch in Russland, Tschechien, Polen, Italien, Belgien und China. "Und dort kennt man auch die überdimensionale Flasche Sternquell-Bier. Da ist gleich eine andere Stimmung im Raum, wenn ich so einen Geschäftstermin wahrnehme."