• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Corona-News

Plauener Handballer besiegen den Tabellenführer

Spitzenspiel SV 04 Oberlosa setzt sich gegen Elbflorenz II klar mit 28:23 durch

Plauen. 

Plauen. Jetzt gibt es kein zurück mehr. Der SV 04 Oberlosa befindet sich nach dem fulminanten 28:23-Heimsieg (12:10) gegen den HC Elbflorenz Dresden II im Aufstiegskampf. Denn die Plauener Handballer sind nun mit dem aktuellen Spitzenreiter der Mitteldeutschen Oberliga (MDO) gleichgezogen. Damit wird es zu Beginn der nun anstehenden Rückrunde noch spannender. Doch SV-Kapitän Carsten Klaus warnt: "Unser Saisonziel hieß im Sommer noch Platz drei. Wer in dieser Liga den großen Mund hat, bekommt von den Gegnern gnadenlos auf die Gusche." Drei Trainer-Entlassungen hat es in der MDO Hinrunde bereits gegeben. Der Druck in den Vereinen ist immens.

Florian Wokan feiert Oberliga-Debüt

Um es ganz kurz zu machen: Im Oberliga-Gipfeltreffen zog die beste Abwehr der Liga dem erfolgreichsten Angriff immer wieder den Zahn. "Wir haben im ersten Durchgang nur zehn Gegentore kassiert. Das hat die Dresdner sicherlich ziemlich genervt, dass sie nicht wie gewohnt durchkamen", freute sich Petr Hazl über die sensationelle Abwehrarbeit seiner homogen auftretenden Mannschaft. Weil die Gäste nicht ganz in Bestbesetzung antreten konnten, jammerte HC-Trainer Rico Göde nach Spielschluss in der Pressekonferenz. Ihm war offenkundig entgangen, dass der SV 04 Oberlosa diesmal auf vier Spieler verzichten musste und mit Florian Wokan ein 19-jähriges Eigengewächs sein Oberliga-Debüt feierte.

Denny Mertig macht die Dresdner fertig

Bis zur 25. Minute (9:9) pendelte die Führung zwischen Plauen und Dresden hin und her. Doch die Oberlosaer hatten offenkundig die richtigen Erkenntnisse gewonnen aus den Gäste-Angriffen. So gelang dem HC Elbflorenz nach dem Treffer des Ex-Plaueners Christoph Hagen Märtner zum 5:7 (14.) nur noch ganz wenig. "Wir sind ein Bollwerk geworden", lachten Torsten Wetzel und Marc Multhauf, die zugleich mit jeweils sechs erzielten Treffern glänzten. Zum Sieg "schoss" jedoch ein Dresdner die Plauener: Denny Mertig! Der 33-jährige Rechtsaußen lebt schon seit Ewigkeiten in der Landeshauptstadt und fand wie seine Kameraden immer wieder die Lücke im HCE-Tor. Sieben Treffer steuerte der Routinier bei. "Wir haben im Angriff dafür gesorgt, dass Dresden letztlich nur dreimal bis auf ein Tor herankam. Mehr haben wir heute nicht zugelassen", freute sich der gebürtige Schlemaer.

Mit Spielintelligenz und Selbstdisziplin

Weil die Gäste angesichts der drohenden Niederlage etwas über die Stränge schlugen, tobten die Plauener Fans. Louis Hertel verletzte sich nach einem Foul von Steve Marschall (60./Rote Karte) am Knie. In einer bis dahin recht fairen Partie hatte zuvor der Plauener Andreas Weikert (56./ Rote Karte drei Zeitstrafen) bereits das Feld verlassen müssen. Fazit: Es war ein verdienter Sieg der Plauener in einem Verschleißspiel, in dem der SV 04 Oberlosa abermals seine gewachsene Spielintelligenz mit enormer Selbstdisziplin verknüpfte. Die Antwort auf die Vorwoche - Oberlosa hatte beim HC Burgenland mit 17:21 die erste Saisonniederlage kassiert - konnte sich sehen lassen.

Marcus Peschke geht in die Heimat zurück

Nach acht Jahren in Plauen wurde Spielmacher Marcus Peschke vor dem Anpfiff feierlich verabschiedet. Der angehende Familienvati geht in seine Heimatstadt Magdeburg zurück, wo er sich durch ein kurzfristiges Angebot nun beruflich verwirklichen kann. Der SV 04 Oberlosa stimmte dem Aufhebungsvertrag zu und besetzte den frei gewordenen Platz im Kader mit Eigengewächs Carsten Gunther Märtner.

Statistik

SV 04 Oberlosa: Klaus, Flämig; Wetzel (6 Tore), Weikert (2), Roth (1), Englert, Carsten Märtner, Trommer-Ernst, Wokan, Mertig (7/ davon 2 Siebenmeter), Richter (3), Hertel, Kolomaznik (3), Multhauf (6).

Zuschauer: 652



Prospekte