Plauener Maler Manfred Feiler verstorben

Gedenken Botschafter des Vogtlandes strahlte bis nach Amerika

Plauen. 

Plauen. Plauens Ehrenbürger Manfred Feiler ist tot. Nach Informationen der Stadtverwaltung ist der Maler, Grafiker und Illustrator am 15. März im Alter von 94 Jahren verstorben. Zuletzt lebte er im Plauener Pflegeheim St. Elisabeth.

Der gebürtige Spitzenstädter galt als ein Botschafter des Vogtlandes. Die Verbundenheit zur Region trug der Künstler bis zuletzt in seinem Herzen. Mit Hingabe studierte er einst an der Plauener Kunstschule für Textilindustrie. In unzähligen Zeichenstudien sah er die Grundpfeiler für seine Kunst. Im Zweiten Weltkrieg wurde Feiler an der Ostfront schwer verletzt. Dank seiner kreativen Fähigkeiten und positiven Energie rappelte er sich im Lazarett jedoch wieder auf.

In den Aufbaujahren arbeitete der Freigeist als Werbegestalter für die Handelsorganisation(HO) und Entwerfer in Textilbetrieben. Als freischaffender Künstler eckte er Anfang der 1960-er Jahre mit abstrakter Malerei an. In der DDR denunzierte man ihn als "prowestlichen Schmierfink". Der bekannte Maler Otto Dix stärkte ihm im sogenannten Formalismus-Streit den Rücken. Kurze Zeit später wurde Feiler ins Künstlerlexikon des 20. Jahrhunderts aufgenommen. Dennoch schwieg man ihn in der DDR bis zur Wende im Herbst 1989 mehr oder weniger tot. Nach dem Mauerfall folgte eine nächste künstlerische Blüte. Besonders inspirierten ihn Landschaften in Italien, auf Mallorca und die Nordseeküste. Zu den Höhepunkten zählten zwei Ausstellungen in den USA. Das geplante Feiler-Foyer im Plauener Rathaus soll an die starke Persönlichkeit der Spitzenstadt erinnern.