Plauener Nacht der Museen war ein voller Erfolg: Kulturangebote in 22 Locations

Event Neue Dauerausstellung im Konventgebäude zeigt Marienbilder auf Siegeln des Deutschen Ordens

Plauen. 

Plauen. In Verbindung mit dem Wirken des Deutschen Ordens gehören die alten Mauern des Plauener Konventgebäudes zu den bedeutendsten Denkmalkomplexen in Sachsen. Zur Plauener Museumsnacht entdeckten die Besucher am Freitagabend etwas Neues. Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU) eröffnete eine neue Dauerausstellung. Bei den Exponaten handelt es sich um eine Schenkung. Gezeigt werden Marienbilder auf Siegeln des deutschen Ordens im Wandel der Zeiten vom 12. bis 18. Jahrhundert. Zu sehen sind 30 nach Themen geordnete Dioramen mit Abgüssen der Originale. Sie stammen aus Klöstern, Kirchen und Abteien in ganz Europa. Zusammengetragen und erforscht hat sie Hans-Georg-Böhm aus Bad Mergentheim (Baden-Württemberg).

 

Verhüttung nach keltischer Art

Während am Konventgebäude Drehleier und Saitenspiel erklangen, stand Unternehmerin Bianca Hallebach zusammen mit vielen fleißigen Helfern auf dem Altmarkt am keltischen Rennofen, der wie ein Vulkan unentwegt Funken in den Plauener Nachthimmel spukte. Schaulustige erlebten hautnah, wie die Verhüttung vor hunderten Jahren vonstattenging. Ein paar Meter vom Ofen entfernt, schlug ein Schmied aufs glühend heiße Eisen. Passend dazu präsentierte die Gastgeberin in ihrem Goldschmiede-Geschäft historische Eisenobjekte aus dem Bergbau und Schmuckmaterial der Kelten.

 

Wo Kultur geschätzt wird

Mit insgesamt 22 beteiligten Locations bot die Museumsnacht wieder jede Menge Abwechslung. Genau das Richtige für Katja Beuchold. Die Großzöbernerin liebt die Museumsnacht. "Hier sind Leute unterwegs, die Kultur schätzen. In dieser Atmosphäre macht so eine Museumsnacht richtig Spaß." Der Eintritt von 9 Euro sei aus ihrer Sicht absolut gerechtfertigt. Erstmals war die zum Vogtlandmuseum gehörende Fabrik der Fäden in die Veranstaltung mit eingebunden. Scharenweise Besucher reihten sich am Einlass geduldig in die Warteschlange ein. Im atmosphärischen Textilmuseum gab es dann eine Überraschung. Ehemalige Mitarbeiterinnen aus dem VEB Plauener Damenkonfektion zeigten an alten Textima-Maschinen, dass sie nichts verlernt haben.

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