Plauener zeigt seine schönsten Landschafts-Aquarelle im Schloss

Ausstellung Malerischer Ausstieg aus dem Alltag

Leubnitz. 

Leubnitz. Malen ist für Ralf Juschten entspannend - wie ein Ausstieg aus dem Alltag. Seine Aquarelle sind gegenwärtig im Kreuzgewölbe des Leubnitzer Schlosses zu besichtigen. "Man ist so konzentriert, gerät in Selbstvergessenheit", sagt der Plauener. Sein Malzeug hat er immer parat stehen neben seinem Schreibtisch, welchen er dafür extra erweitert hat.

Zu seinen Motiven gehören Landschaftsansichten aus dem Vogtland wie etwa von Geilsdorf oder Ruderitz. Eine Landschaft bei Wernesgrün oder das Schloss Leubnitz im Winter zählen dazu. Auffallend sind die Pastelltöne, wobei Juschten es versteht, Stimmungen einzufangen. Egal zu welchen Jahreszeiten, sie finden sich alle auf den Bildern wieder. Und so heißt denn auch die Ausstellung "Landschaftsszenarien im Blickwinkel des Aquarells". Es war das Frühjahr 2011, als er mit dem Malen begann. "Meine Familie hatte mir zum Geburtstag einen Malkurs geschenkt", erzählt er.

Das sei der Anfang und ein Glücksgriff gewesen. Denn dass Ralf Juschten Talent zum Malen hatte, wusste er eigentlich. "Meine Mutter hatte früher immer zu mir gesagt: Deine schönen Bilder, die du in der Schule gemalt hast, hat der Zeichenlehrer immer behalten." Damals habe ihn das nicht weiter interessiert, die Malerei geriet über Jahre in Vergessenheit. Ralf Juschten studierte Volkswirtschaft in Berlin, arbeitete bei der Plauener Gardine und ist seit 1992 als selbstständiger Werbekaufmann tätig.

Er gehört jetzt zu den Mittwochsmalern von Andreas Claviez, die sich regelmäßig im Weisbachschen Haus in Plauen treffen. "Ich male zwar am liebsten allein, aber der Austauch mit anderen ist mit wichtig." Etwa 45 Werke des Plaueners, von den Anfängen 2011 bis heute, zeigt er in Leubnitz.