Plauenerinnen sorgen für Pokalsensation

Volleyball Mädels vom SV 04 Oberlosa besiegen Leipziger Oberliga-Team

Plauen. 

Plauen. Das ist wirklich eine bemerkenswerte Leistung. Die Plauener Volleyballfrauen stürmten am Samstagabend ins Pokalfinale. Der TSV Leipzig 76 hatte in der Sporthalle Uferstraße keine Chance. Dazu muss man wissen, dass die Oberlosaer Volleyballerinnen als Aufsteiger zur Landesklasse West derzeit Zweiter sind mit guten Chancen auf Platz eins. Aber Oberlosa und den TSV Leipzig 76 trennen eigentlich noch Welten, sprich eine Spielklasse. Denn Leipzig ist in der Sachsenoberliga Dritter! Aber der Reihe nach.

Plauenerinnen gewannen zuerst gegen Chemnitz

Nachdem der TSV Leipzig 76 keine freie Sporthalle zur Verügung hatte, gab man das Heimrecht ab. Kurzfristig sprang der SV 04 Oberlosa als Ausrichter des 1. Halbfinal-Spieltages im Sparkassencup 2018/2019 ein. Oberlosatraf in der heimischen Sporthalle Uferstraße zunächst auf den Tabellenzweiten der Bezirksliga Chemnitz. Gegen die USG Textima Chemnitz setzten sich die SV-Youngster um Kapitän Katina Krell mit 3:0 (25:20; 25:23; 25:16) durch. Im zweiten Halbfinale bezwang dann der TSV Leipzig 76 jenes Team von Textima Chemnitz ebenso mit 3:0 (25:17; 25:12; 25:12). So ging es im dritten Spiel darum, wer direkt ins sächsische Pokalfinale vorstößt.

Über 50 Zuschauer bejubeln die Sensation

Viele der über 50 Zuschauer hatten geglaubt, dass der Dritte der Sachsenoberliga aus Leipzig dominieren und sich durchsetzen würde. Stattdessen aber fackelten die Oberlosa-Girls ein Feuerwerk ab, welches der haushohe Favorit in etlichen Szenen nur als Zuschauer miterlebte. Wie effizient dabei das gesamte Team um Paula Rohleder und Katina Krell zu Werke ging, das verschlug dem Anhang schier die Sprache, denn so einen konzentrierten Auftritt hatte keiner erwartet. SV-Abteilungsleiter Gunar Rus war aus dem Häuschen: "Leipzig wurde von einem überragenden Oberlosaer Sechser regelrecht demontiert." Der am Ende hochverdiente 3:0-Sieg (25:13; 25:13; 25:12) sorgte für Freudentänze auf der Platte und ungläubiges Staunen, selbst unter den Vereinsverantwortlichen.

Im Finale am 23. März wartet der Hainsberger SV

SV-Libera Aileen Sammler: "Herzlichen Dank unserem tollen Anhang, der uns begeistert angefeuert hat. So sind wir über uns hinausgewachsen." Nach dieser Pokalsensation steht nun fest: Das Finale steigt am 23. März 2019. Der Gegner des SV 04 Oberlosa heißt Hainsberger SV. Die Ostsächsinnen dominieren mit nur einer Niederlage die Landesklasse Ost souverän als Spitzenreiter und sind ein echter Prüfstein für die Gushurst-Schützlinge. Der Spielort wird noch festgelegt. Der SV 04 Oberlosa spielte mit: Bucheim, Freihe, Gerke, K. Krell, H. Krell, Richter, Rohleder, Sammler, Voigt, Vollmann.