Plauens OB will mehr Sicherheitspräsenz

Sicherheit Ralf Oberdorfer rüstet Vollzugsdienst auf und fordert mehr Polizeipräsenz

plauens-ob-will-mehr-sicherheitspraesenz
Plauens OB Ralf Oberdorfer will mehr Sicherheitspräsenz. Foto: Thomas Voigt

Plauen. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer und die Stadträte haben auf die jüngste Kriminalitäts-Entwicklung reagiert. In den zurückliegenden Monaten stand das Thema Sicherheit mehrfach auf der Tagesordnung von Ausschüssen und des Stadtrates. Das daraus resultierende Sicherheitskonzept sei inzwischen weitestgehend umgesetzt.

Zu dieser Strategie gehört die Verstärkung des gemeindlichen Vollzugsdienstes. Seit Anfang des Jahres sind vier zusätzliche Mitarbeiter eingestellt worden. Zum Zwecke der Selbstverteidigung wurden sie mit Schutzwesten, Schutzhandschuhen, Handschellen, Einsatz-Mehrzweckstöcken und Reizgas ausgestattet. Zudem wird das Personal in Sachen Deeskalations-Strategien geschult.

Mehr Mitarbeiter und bessere Ausrüstung sollen helfen

Um optisch präsenter zu sein, ist der gemeindliche Vollzugsdienst insbesondere in den Sommermonaten wochentags in drei Schichten und an den Wochenenden in Sonderdiensten im Stadtgebiet unterwegs. Sie haben Auszüge aus der Polizeiverordnung zum Verhalten in der Öffentlichkeit in Englisch und in arabischer Sprache dabei. Zusätzlich gibt es gemeinsame Streifendienste mit der Polizei.

"Ich finde, wir sind auf einem guten Weg", zog Oberdorfer ein erstes Zwischenfazit. In den nächsten Wochen werde die Wirksamkeit der Maßnahme weiter kritisch beobachtet. Was die Sicherheit der Bürger betrifft, müsse konsequent gehandelt werden. Der OB fordert den Freistaat auf, die Polizeireform zügig umzusetzen. "Die Polizei muss wieder in die Lage versetzt werden, in den Gemeinden vor Ort präsent zu sein".