Pokal: Der VFC ist schon wieder raus

Sachsenpokal Plauener kassieren in Radebeul 0:2-Niederlage

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VFC-Trainer Nico Quade (vorn, sitzend) und Assistent Sven Römhild (stehend) mussten gestern mit ansehen, wie ihr Team in Radebeul Schiffbruch erlebte. Foto: Karsten Repert

Radebeul/Plauen. Der VFC Plauen hat seit 2012 ein Pokaltrauma. Auch in dieser Saison scheiterte der Oberligist im Fußball-Sachsenpokal ziemlich zeitig. Beim eine Spielklasse tiefer spielenden Radebeuler BC mussten sich die Plauener mit 0:2 (0:0) geschlagen geben. Eine Woche zuvor hatten die Vogtländer noch dem verlustpunktfreien Oberliga-Spitzenreiter Bischofswerda (1:0) die erste Saisonniederlage beigebracht.

VFC-Trainer Nico Quade war "enttäuscht von unserer Offensivleistung. Mir tut es vor allem für die Fans und unsere Vereinskasse leid. Wir hatten uns alle in der nächsten Runde ein attraktives Heimspiel erhofft." Seit dem Pokal-Halbfinal-Aus in Hohenstein-Ernstthal im April 2012 (1:2) stolpert der einst so stolz auftrumpfende Verein (Sachsenpokalsieger 1999, 2004) durch diesen Wettbewerb. Über das Viertelfinale kam die nominelle "Nummer 11" des sächsischen Fußballs seit 2012 nicht mehr hinaus.

Anstatt drei Elfmeter für Plauen gab"s einen Platzverweis

Zum Spiel: Auf dem Kunstrasenplatz in Radebeul stellte sich der Gastgeber wie erwartet tief auf. Dem VFC fehlten die Ideen. VFC-Trainer Nico Quade blieb trotzdem optimistisch: "Wir haben vor der Pause keine Lösungen gefunden. Ich war davon überzeugt, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit nicht nur kontrollieren, sondern es auch für uns entscheiden." Doch es kam anders. Vermutlich auch deshalb, weil Schiedsrichter Philipp Jacob (Dresden) drei strittige Situationen gegen die Plauener auslegte.

So fällt in den kommenden Wochen mit Box-Stürmer Patrick Schlegel (Nasenbeinbruch) ein weiterer VFC-Eckpfeiler aus. RBC-Schlussmann Toni Bunzel - so sahen es die Gäste - hatte den Plauener Stürmer beim Abwehrversuch rücksichtslos "umgenietet". Und auch der daraufhin eingewechselte Stefan Fritzlar soll nach Meinung der Plauener im Strafraum gefoult worden sein. Noch schlimmer aber war für die Gäste, dass beim dritten möglichen Strafstoß der gefoulte Plauener - Edvardas Lucenka hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Gelb gesehen - wegen einer "Schwalbe" einen Platzverweis bekam.

VFC-Trainer Nico Quade: "Wir sind selbst Schuld!"

Dann kam es wie so oft. Der VFC kassierte nach einem Tempogegenstoß das 0:1. Erwähnenswert, dass die Plauener beim Treffer von Richard Schöne (65.) vehement protestierten, weil der Schütze im Abseits gestanden haben soll. VFC-Trainer Nico Quade brachte es aber auf den Punkt: "Wenn ich 90 Minuten aus dem Spiel heraus kein Tor schieße, muss ich mich nicht über andere aufregen."

So passte es zu diesem Tag, dass sich die Plauener auch noch eine direkt verwandelte Ecke einfingen. Das Tor des Radebeulers Philipp Schramm (88.) krönte die Leistung der Gastgeber, die sich ihrerseits über eine ganz starke Leistung und den Einzug ins Achtelfinale freuen durften.

So sieht der Pokalfluch in Fakten aus

Der Pokalfluch aus Sicht des VFC Plauen: Hohenstein-Ernstthal (Saison 2011/12, 1:2/A) Döbeln (2012/13, 1:2/A), Markranstädt (2013/2014, 0:3/A), FSV Zwickau (2014/15, 0:1/A), Kamenz (2015/16, 0:2/A), Bischofswerda (2016/17, 1:2 n.Verl./A), Radebeul (2017/18, 0:2/A).

Statistik

Radebeuler BC - VFC Plauen 2:0 (0:0)

Schiedsrichter: Philipp Jacob (Dresden)

Tor: 1:0 Schöne (65.), 2:0 Schramm (88.)

Gelb-Rot: Lucenka (51., VFC, Foulspiel/Schwalbe)

VFC Plauen: Dersewski - Lucenka, Grossert, Schumann, Paul - Rupf, Röhr, Albustin - Komnos, Morosow, Schlegel (23. Fritzlar/87. Wüstenhagen)

Zuschauer: 154



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