Polizei will "den Fahndungsdruck erhöhen"

Polizei Neues Fahndungs- und Kompetenzzentrum in Plauen eröffnet

Plauen. 

Plauen. Endlich ist es soweit. Darum hatten die Landtagsabgeordneten des Vogtlandes zusammen mit der Polizei lange gekämpft. Das neue Fahndungs- und Kompetenzzentrum wird in Plauen etabliert. Es geht den Verantwortlichen vor allem um sichtbare Sicherheit im grenznahen Raum und darüber hinaus. Seit Donnerstag verstärken somit Sachsen und Bayern mittels einer gemeinsamen Koordinierungsstelle den Kampf gegen die Kriminalität in der Grenzregion zu Tschechien.

 

Koordination zwischen drei Polizeibehörden

Die beiden Innenminister Roland Wöller (CDU) und Joachim Herrmann (CSU) eröffneten das Fahndungs- und Kompetenzzentrum Vogtland. Zusammen mit der Bundespolizei und André Hesse hatte man erste Maßnahmen der drei Polizeibehörden zur Bekämpfung der Grenzkriminalität koordiniert und darüber auch öffentlich informiert. Drei derartige Zentren in Sachsen entstehen. Der Plauener CDU-Wahlkreisabgeordnete Frank Heidan erläutert dazu: "Zunächst geht es um die Bundes- und Landespolizei, während später auch der Zoll und das Bundesamt für Güterverkehr eingebunden werden. Die erhaltenen Informationen der verschiedenen Behörden werden in Plauen gebündelt", so Heidan.

Anhand ihrer Erkenntnisse sollen daraus konkrete Fahndungsempfehlungen für die Kollegen im Streifendienst resultieren mit dem Ziel gezielter Zugriffe und Einsätze der Polizei. "Wir werden den Fahndungsdruck und die Sichtbarkeit auf den Autobahnen erhöhen", ließen die Verantwortlichen wissen. Im Mittelpunkt steht dabei die Bekämpfung der Schleuser- und Grenzkriminalität. Noch in diesem Jahr sollen 100 zusätzliche Beamte die Polizeiarbeit verstärken.