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Positiver Trend bei Infektionszahlen: "Zeit, für ein kleines Dankeschön!"

Therapiezentrum Bei Admedia in Plauen werden täglich Antigen-Schnelltests durchgeführt

Plauen. 

Plauen. Thomas Schreyer gehört nicht zur Lautsprecher-Fraktion des öffentlichen Lebens. Ihn hört man nur ganz selten! Umso erstaunlicher ist das, was der Geschäftsführer des Admedia-Rehazentrums in Plauen in dieser Woche zu sagen hatte. "Ich möchte allen Menschen im Vogtland ganz herzlich Dankeschön sagen. Ich bin beeindruckt, wie geduldig die Bevölkerung die Corona-Schutzmaßnahmen mit trägt und wie diszipliniert die große Mehrheit der Menschen die Hygieneregeln umsetzt." Thomas Schreyer "zieht den Hut vor den tausenden Mitarbeitern, die im medizinischen Bereich unter ganz komplizierten Bedingungen tätig sind! Ich sehe hier in unserem Haus, was in ähnlicher Form hundertfach im Vogtland abgeht. Das ist schon mal ein Danke wert!" Auch viele Mitarbeiter in Industrie und Handel, in den Büros und Betrieben haben nach seiner Einschätzung für die Trendwende gesorgt. "Und ich ziehe erst recht vor jeder Mutti den Hut. Unser Land hat gegenüber den Eltern eine sehr unglückliche Figur gemacht. Habt alle Dank, dass es irgendwie trotzdem geklappt hat." Mit diesen Worten spricht der Frontmann angesichts der sinkenden Covid19-Infektionszahlen vielen Verantwortlichen der Region aus dem Herzen. Und der sonst stets im Hintergrund agierende Chef hat für sich festgestellt: "Die Kommunikationspolitik der staatlichen Institutionen ist völlig unzureichend und unklar. Aber trotzdem werden wir es schaffen, dass die Intensivmedizin in den Krankenhäusern auch diese wuchtige Zweitwelle meistern kann. Ich bin voller Hoffnung und Zuversicht." Dann schob Thomas Schreyer beim Reporterbesuch wie immer seine Leute in den Vordergrund und trat nach hinten weg.

Maskenpflicht seit Beginn der Corona-Krise

Chefarzt Dr. Jürgen Breitbeck übernahm sofort das Kommando und wies den "Besuch" zugleich in die Schranken: "Wir halten hier bitte ordentlich Abstand. Ich habe in unserem Haus bereits im März 2020 für alle die Maskenpflicht angeordnet. Ich weiß, dass ich mich damit nicht beliebt gemacht habe!" Zugleich jedoch spürt man in dieser Einrichtung sofort, dass alle begriffen haben: Es geht um viel! Susanne Schröter betont: "Die Menschen vertrauen uns an diesem Standort seit über zwölf Jahren. Wir haben einen klar definierten Auftrag." Susanne Schröter hat sich als medizinische Fachkraft schulen lassen. Inzwischen hat die Plauenerin fast 400 zertifizierte Antigen-Schnelltests durchgeführt. In zwei Fällen wurde durch ihre Tests das Einschleppen der Covid-Viren verhindert. 20.000 Euro hat Admedia mittlerweile in die Corona-Schutzmaßnahmen investiert. Nur ein Teil davon wird vom Staat zurückerstattet. Franziska Dunkel ist als Assistentin der Geschäftsleitung in Sachen Behandlungsvertrag fit: "Die Kostenträger erwarten von uns, auch in dieser so schwierigen Zeit weiter Behandlungen durchzuführen." Auf Admedia ist demnach auch jetzt Verlass. Ob und wie es weitergeht? Diese Frage beobachteten die Vogtländer in den vergangenen Monaten wegen der riesigen statistischen Schwankungen immer wieder mit Sorge. "Wir hatten hier oft keine Orientierung mehr. Die Diskrepanz zwischen Wort und Tat war frappierend." So beschreiben die Mitarbeiter am Stadtparkring ihre Erlebnisse.

Trotz Pandemie weiter geöffnet

Seit 1996 bildet die ambulante Rehabilitation das Herzstück von Admedia. Das stetig wachsende Therapiezentrum wurde vor 25 Jahren von Dirk Neumann in Chemnitz gegründet. Die Standorte Freiberg und Plauen kamen hinzu. Insgesamt 350 Mitarbeiter beschäftigt die Admedia-Gruppemittlerweile. Die zweite Coronawelle trifft das Unternehmen jetzt zeitversetzt mit aller Härte. Denn das Haupttherapiefeld ist hier im Haus die Reha-Anschlussheilbehandlung nach einer Operation. Da in den Kliniken deutlich weniger Operationen durchgeführt wurden, kommen nun auch kaum noch Patienten zur Rehabilitation. Ebenso sind die Antragsverfahren - zum Beispiel bei chronischen Rückenleiden oder Kniebeschwerden - deutlich gesunken. Das Feld der Prävention fällt sogar ganz weg. Behandeln lassen kann man sich derweil auch weiterhin mit Rezept vom Arzt in der Physiotherapie und Ergotherapie.



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