Präzision auf dem Acker

Wettbewerb Helmsgrüner überrascht beim Landesvergleich im Pflügen

Ein gut gepflügtes Feld ist das Aushängeschild eines jeden Landwirts, sagten früher die Bauern. Damals wurden noch Pferde vor den Pflug gespannt. Robin Stöckel trat kürzlich mit Traktor und Drehpflug in Steinbach bei Bad Lausick zum sächsischen Landeswettbewerb im Pflügen an. Am Ende kam ein dritter Platz heraus. Für den 21-Jährigen war die Meisterschaft ein echter Härtetest. "Da waren Profi-Pflüger dabei, die ihre Technik ganz speziell nur für diesen Wettbewerb eingestellt hatten." Für den Vergleich hatte sich der junge Mann voriges Jahr als Sieger der Vogtland-Meisterschaften im Pflügen qualifiziert. Trotz des Erfolges bleibt zuhause im alten Vierseitenhof kaum Zeit zum Feiern. Im milchproduzierenden Betrieb wird jede helfende Hand gebraucht. Insgesamt 180 Kühe und Jungtiere müssen täglich versorgt werden. Die aktuell niedrigen Milchpreise von 27,5 Cent pro Liter drücken auf die Stimmung. "Um wirtschaftlich zu arbeiten, brauchen wir wenigstens 35 Cent", weiß der Helmsgrüner. "So wie es jetzt im Moment ist, rutschen wir jeden Tag ins Minus." An Investitionen sei im Moment nicht zu denken. Der Betrieb bewirtschaftet rund 140 Hektar Acker- und Grünland. Inzwischen kennt Robin die Tücken des Marktes. "Zum Glück hatten wir voriges Jahr gute Erträge." Trotz mancher negativer Entwicklung in der Branche will er die Tradition des Familienbetriebes fortsetzen. "Das ist mein Traumberuf" Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Martin krempelt er in der fünften Generation die Ärmel hoch. Ab November drückt der ehrgeizige Landwirt wieder die Schulbank. Schon im kommenden Frühjahr stehen die Prüfungen zum Wirtschafter an.