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Professor startet Messias-Projekt

Kultur Vogtlandtheater präsentiert "authentischen Händel" - 90 Chorsänger wirken mit

Plauen. 

Plauen. Dieser Mainzer Professor entspricht so gar nicht den gängigen Klischees. In lässigen Klamotten erläuterte Musikwissenschaftler Felix Koch am Dienstag im Plauener Theatercafé sein Messias-Projekt. Die Uraufführung von Händels dreiteiligem Oratorium für Soli, Chor und Orchester über den "Gesalbten" fand im April 1742 im Dubliner Konzerthaus statt.

Es schildert Jesus' Lebensweg von der Geburt an bis zur Auferstehung. Nun will der Dirigent den "authentischen Händel" am 5. April im Vogtlandtheater in einer zweieinhalbstündigen Fassung auf die Bühne bringen. Das Ganze ist eine Herausforderung, erklärte der Fachmann. Die romantische Epoche lasse sich nicht einfach auf die barocke übertragen. Während der Professor das sagt, blättert er in einem dicken Notenbuch. Es sei so, als ob man eine neue Sprache lernt. "Die Grammatik muss stimmen." Kürzlich gab es die ersten Proben mit Solisten in Zwickau, verriet Koch. Rückblickend sprach er von einem "tollen Auftakt". Jeder Einzelne habe sich in die Klangfarben hineingedacht.

Doch nicht nur Christina Maria Heuel (Sopran), Nathalie Senf (Alt), Andre Gass (Tenor) und Frank Blees (Bass) stellen sich den hohen Anforderungen. Zur Aufführung stehen 90 Choristen auf der Bühne. Mit dabei sind der Gutenberg-Kammerchor Mainz, der Opernchor des Theaters Plauen-Zwickau, die Singakademie Plauen, der Philharmonische Chor Bayreuth und die Clara-Schumann-Philharmonie.

Eine zusätzliche Hürde muss die Plauener Singakademie meistern, die erstmals in Englisch singt. Der Kartenverkauf hat begonnen. Tickets können ab sofort unter Tel. 03741 28134847 reserviert werden.