Prominenter Besuch aus Großbritannien

Menschen Chris Löwe bleibt trotz Aufstieg in die Premier Laegue bodenständig

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Freudiges Wiedersehen: Ganz unspektakulär hat Chris Löwe den Plauener Altmarkt besucht. Foto: Oliver Orgs / Pressebüro Repert

Plauen. Seit 13 Jahren ist Sportfotograf Oliver Orgs für den BLICK im Einsatz. Den Fußballprofi Chris Löwe (28) hat der Plauener genau vor zehn Jahren schon einmal fotografiert. Damals spielte Chris noch mit den Bundesliga-A-Junioren vom Chemnitzer FC bei einem Freundschaftsspiel in der Ostvorstadt. Chris ist auch ein Plauener. Und inzwischen prominent.

Oliver Orgs staunte vergangene Woche: "Man kann gar nicht glauben, dass vor einem da ein Marktwerk von 1,5 Millionen Euro steht." Diese Summe würde Huddersfield Town vermutlich verlangen, hätte ein anderer Klub Interesse am Linksfuß. Chris Löwe kickt in England, derartige Zahlenspiele sind ihm aber fremd.

"Das ist ein ganz netter, ruhiger Zeitgenosse. Bemerkenswert, wie bodenständig dieser Profi rüberkommt", berichtet Oliver Orgs vom kurzen Fotoshooting auf dem Altmarkt. In England gehört Chris Löwe zu den Helden. Denn in der Großstadt Huddersfield (146.000 Einwohner) gab es nach dem Aufstieg in die Premier League (1. Liga) einen Empfang, der ihm ewig in Erinnerung bleibt. Geschätzte 40.000 Menschen feierten die Spieler von Huddersfield Town an jenem Dienstagabend.

Zuvor erlebten 76.000 Zuschauer im Londoner Wembley-Stadion den 4:3-Sieg im Elfmeterkrimi gegen den FC Reading. Das 1:0 erzielte übrigens Chris Löwe. Und der freut sich jetzt auf Liverpool, die Anfield Road und Jürgen Klopp. Denn beim FC Liverpool hat derzeit "Kloppo" das Sagen. Und Jürgen Klopp hatte einst den gebürtigen Plauener nach Dortmund geholt.

Chris wurde auf Anhieb Deutscher Meister (2012). Er wechselte später zum 1. FC Kaiserlautern. Und spielt seit einem Jahr für Huddersfield. Statt großer Sprüche verabschiedete sich der eher wortkarge Publikumsliebling aus Plauen so: "Für die unfassbar vielen Glückwünsche zum Aufstieg möchte ich mich bei allen Freunden und Bekannten bedanken. Es ist schön wenn man weiß, dass in der Heimat alle mitfiebern."