Protestbrief gegen die Vollsperrung

Widerstand Anderthalbjährige Schließung der B92 ist sechs Bürgermeistern zu lang

protestbrief-gegen-die-vollsperrung
Foto: Harry Haertel/Haertelpress

Bad Elster. Die wichtigste Verkehrsader des oberen Vogtlandes soll anderthalb Jahre voll gesperrt werden. So ist der Plan des Landesamtes für Straßen und Verkehr.

Der nötige Ausbau inklusive Erweiterung der B92 (Plauen - Bad Elster) ist unbestritten. Angesichts der 18-monatigen Vollsperrung aber sind jetzt sechs Bürgermeister auf die Barrikaden gegangen. Sie erwarten von der Behörde bis 9. Februar Antworten und auch Nachbesserungen.

Auswirkungen auf Bürger

Für die anliegenden Bürgermeister Isa Suplie (Schöneck), Andreas Rubner, (Markneukirchen), Helmut Wolfram (Bad Brambach), Rico Schmidt (Adorf), Thomas Hennig (Klingenthal) und Olaf Schlott (Bad Elster) steht fest: Die Zeit der Vollsperrung ist zu lang. Zudem fordern die sechs Bürgermeister: "Die Auswirkungen auf die Anwohner der Ausweichstrecke sind enorm. Hier sollte man Sorge tragen, den überregionalen Lkw-Verkehr von der Umleitungsstrecke fernzuhalten."

Angst vor Attraktivitätsverlust

Und die Initiative warnt: "Für uns geht als Tourismusregion mit der Sperrung der schnellsten Wegstrecke ins Obere Vogtland ein Attraktivitätsverlust einher, den man nicht unterschätzen darf." Dabei betonen "Die Sechs", dass sie keinerlei Zweifel an der dringenden Notwendigkeit des Ausbaus und der Erneuerung der B92 haben. "Wir begrüßen die Durchführung der Maßnahme ausdrücklich. Dies vor allem vor dem Hintergrund der Stärkung des ländlichen Raumes, an dem uns viel gelegen ist." Der Ausbau der Verbindungsstraße von Plauen Richtung Tschechien soll 2019 beginnen.