Puppentheater: Zukunft bleibt unklar

Debatte Bühnenverein ist gegen Herauslösung

Die geplante Auslagerung des Puppenspiels am Theater Plauen-Zwickau sorgt weiter für Gesprächsstoff. In die Strukturdebatte mischt sich nun auch der Landesverband Sachsen des Deutsche Bühnenvereins ein. Geht es nach den Vorstellungen des Verbandes, bliebe die gerade für junges Publikum wichtige Sparte innerhalb des Theaters erhalten. Ansonsten laufe man Gefahr, dass die wichtigen Verbindungen zu den anderen Sparten verloren gehen. Neben möglichen Vorteilen einer Herauslösung würde die Schaffung von Parallelstrukturen in Vertrieb, Leitung, Organisation, Werkstatt zu erheblichen Mehrkosten und Reibungsverlusten führen. Aus Erfahrungen an anderen Spielstätten empfiehlt der Bühnenverein das Puppentheater grundsätzlich im Verbund der Theater Plauen-Zwickau GmbH zu belassen. Auch wenn das Puppentheater allein Zwickau zugeordnet wird, sei eine vollständige Herauslösung aus dem Gesellschaftervertrag aus Sicht des Verbandes nicht erforderlich. Eine Alternative wäre die Schaffung eines Teilbetriebs innerhalb der GmbH. Vorstellbar sei auch eine Änderung im Gesellschaftsvertrag. So könnte die finanzielle Zuordnung und auch die Entscheidungshoheit allein dem Zwickauer Gesellschafter anvertraut werden. Generalintendant Roland May und die Plauener Theaterpädagogin Steffi Liedke wünschen sich im Interesse der gewachsenen Strukturen auf jeden Fall eine Lösung, die eng mit dem Theater verwoben bleibt.