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Vogtland

Pyramiden-Fichten trotzen Borkenkäfer

Waldbegehung Experten sehen im Triebtal gute Chance für neuen Mischwald

Jocketa. 

Jocketa.Wanderfreunden ist die Pyramidenwiese im Triebtal bestens bekannt. Auf einem Hektar verteilen sich dort stattliche Fichten. Weil die Bäume früher in großen Abständen gepflanzt wurden, haben sie die typische Wuchsform, die an Pyramiden erinnern. "Die sind ungefähr 150 Jahre alt", weiß Revierleiter Nick Schubert vom Staatsbetrieb Sachsenforst. Wenn die Bäume nicht so einen Bekanntheitsgrad hätten, wären sie wahrscheinlich längst gefällt worden, räumte der Sachsenforst-Mitarbeiter bei einer Begehung ein. Ursache ist der Borkenkäfer, der auch diese Baumriesen nicht verschmäht. Doch die sind scheinbar widerstandsfähiger als ihre jüngeren Artgenossen in der Nachbarschaft. Die Bäume wehren sich mit dicker Borke und reichlich Harz, mit dem sie die Schädlinge im wahrsten Sinne des Wortes zukleben.

Nähe zur Wasserversorgung von Vorteil

Schubert hofft, dass die prächtigen Fichten irgendwie überleben. "Seit vorigen Sommer beobachten wir alle Auffälligkeiten an den Bäumen." Die Bohrlöcher der Käfer sind nicht zu übersehen. Noch zeigen sich keine Ausfallerscheinungen in Form abgeworfener Nadeln. Der Experte vermutet, dass die Nähe zur Trieb für die Wasserversorgung der Fichten von Vorteil ist. Schaut man sich entlang des Wanderweges genau um, bemerkt man schon einige ausgedünnte Baumbestände. Auf dem Waldboden recken sich viele junge Laubbäume dem Licht entgegen. "Wir müssen das auch als Chance verstehen", erklärte Ines Bimberg. Die Sprecherin vom Forstbezirk Plauen wies darauf hin, dass hier aufgrund der Gegebenheiten sowieso andere Bäume hingehören. Ziel sei es, einen gesunden Mischwald zu etablieren.