Rückbau wird teurer als geplant

Projekt Nachtrag für ehemaliges Elsterberger Enka-Gelände beschlossen

Die Kosten für die Abbrucharbeiten im Gelände des ehemaligen Enka-Werkes fallen höher als ursprünglich geplant aus. Während seiner jüngsten Zusammenkunft stimmte der Stadtrat einem Nachtrag in Höhe von rund 630 000 Euro zu. Laut Baustellenüberwacher Roland Winzer entstanden die Mehrkosten unter anderem durch aufwendige Trennung von Baumaterialien im Dachbereich der ehemaligen Textilabteilung. Früher waren dort Spinnereien untergebracht. Abgetragen wurden beispielsweise Kamelitplatten - im Volksmund "Sauerkrautplatten" genannt-, Dachpappe, Mineralwolle und Blech aus Lüftungskanälen. Zudem mussten Bodenplatten herausgebrochen werden, die im Vorfeld der Demontage für die Spezialisten offenbar nicht erkennbar waren. Nun ziehen sich die Arbeiten voraussichtlich bis in den Dezember hinein. Weil der größte Teil des anfallenden Bauschuttes vor Ort verfüllt wird, halten sich die Kosten in Grenzen, weiß Winzer. "Wir fahren so gut wie nichts weg". Zwei mobile Brechanlagen sind gut ausgelastet. Trotz der Verzögerung sprach Projektsteuerer Klaus Knüpfer von einem insgesamt guten Bauverlauf. "Wir bewegen uns im Limit." Bei einem Projekt dieser Größenordnung sei ein Nachtrag nichts Ungewöhnliches. Mir war klar, dass da was kommen wird." Mit der Revitalisierung des Geländes habe die Stadt eine gute Entscheidung getroffen. "Sie können froh sein, dass das Ding weg ist." Knüpfer prophezeite, dass es schon bald keine Förderungen für solche Vorhaben geben wird. Nächstes Jahr folgen Erschließungsarbeiten als Voraussetzung für mögliche Neuansiedlungen.