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Rainer Biller richtet Appell an die Landesregierung

Aufschrei Einrichtungsbranche fordert sofortige Öffnung der Möbelhäuser

Plauen. 

Plauen. Rainer Biller plädiert für die Öffnung von Einrichtungshäusern in Sachsen. Als Geschäftsführer der Einrichtungshäuser Möbelcenter Biller GmbH bezieht Stellung er zur Öffnung des Einzelhandels im Freistaat Stellung. Der Unternehmer schreibt: "Nordrhein-Westfalen hat beschlossen, neben Autohäusern, Fahrrad- und Buchläden auch Einrichtungshäuser und Babyfachmärkte zu öffnen. Sachsen aber nicht!" Genau das versteht man im Hause Biller überhaupt nicht. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum in Sachsen zum Beispiel Baumärkte mit einer Verkaufsfläche zwischen 10.000 und 20.000 Quadratmetern öffnen dürfen, aber dem Einrichtungshandel mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche untersagt man eine Öffnung", schimpft Rainer Biller. Dazu muss man Folgendes wissen: "Einrichtungshäuser sind großflächige Einzelhandelsgeschäfte mit einer Niedrigfrequenz. Sie haben aufgrund ihrer Größe die geringste Zahl an Besuchern pro Quadratmeter Verkaufsfläche", informiert das Unternehmen Biller.

Biller fühlt sich benachteiligt

 

Das Konzept des Möbelhauses Biller in Plauen ist eigentlich schlüssig. "Es ist möglich, den Kundenstrom von den weiträumigen Parkplätzen ins Haus so zu regeln, dass es zu keiner Verdichtung von Besuchern kommt. Die Hygieneregeln können somit optimal eingehalten werden." Das gilt demnach auch für den Heimweg der Kunden. Die Kundenberatung lässt sich nach Angaben des Unternehmens mit der erforderlichen Distanz von mindestens 1,50 Meter und unter Einhaltung der Hygienevorschriften durchführen. "Ich appelliere auch im Namen meiner Mitarbeiter an die Landesregierung in Sachsen, diese Ausgrenzung und Benachteiligung unserer Branche so schnell wie möglich zu beenden und die Öffnung des Einrichtungshandels generell zu erlauben", fordert Rainer Biller. Sein Haus hat sogar einen viel strengeren Maßnahmenkatalog erarbeitet.

 

Möbelhaus Biller legt sogar eigenen Maßnahmenkatalog vor

 

Das Möbelhaus Biller hat für den Standort Plauen ein eigenes Konzept vorgelegt.

1. Regulierung des Besucherstroms auf max. 1 Kunde/50 m² im Vergleich zu 1 Kunde/25 m² im Lebensmittelhandel

2. Weitläufiges Parkplatzkonzept (kein Ansteckungsrisiko auf dem Parkplatz).

3. Schließung der Restaurants und Kinderhorte bis auf weiteres

4. Umfangreiche Maßnahmen zur weiteren Steigerung unserer bereits hohen Hygienestandards, z.B. Verteilung von Mund-Nase-Schutzmasken

5. Warteschlangen-Reglementierung und Schutz der Kassenmitarbeiter/innen

6. Notwendige Beratungsgespräche nur unter strengstem Einhalten der Hygiene-Standards und weitestgehenden Sicherheitsmaßnahmen für Kunden und Berater

 

Plauen hat der Familie Biller viel zu verdanken

 

Rückblick: Im Mai 1990 kam Rainer Biller mit 18 LKW's voller Möbel nach Plauen. Begleitet wurde er von freiwilligen Mitarbeitern des Stammhauses in Eching (Bayern) und einigen Freunden. Die DDR lag damals vollständig am Boden. Der wirtschaftliche Kollaps hatte den Arbeiter- und Bauernstaat zu Boden gerissen. Jungunternehmer Rainer Biller war aus der elterlichen Obhut ausgebrochen und der Mann interessierte sich wirklich sehr für Plauen und den wilden Osten. "Es war der erste Ort nach der Grenze. Hier konnte man etwas aufbauen. Und ich fand die Menschen in Plauen erstklassig. Von denen hat keiner gejammert, obwohl Plauen wirklich schrecklich aussah", erinnerte sich Rainer Biller im großen BLICK-Interview vor drei Jahren. Bei einem wärmenden Lagerfeuer saßen sie 1990 abends zusammen. Bis die russische Armee sie aufforderte, das Feuer zu löschen. Genau an jener Stelle steht heute übrigens das Möbelhaus Biller. "Es ist Sachsens schönstes Einrichtungshaus", findet der Unternehmer.