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Sachsen

Rassetiere und Blasmusik

Kult Fachsimpeln auf dem Taubenmarkt Mühltroff

Mühltroff. 

Welch ein Krähen und Gurren zwischen dem Fachsimpeln der Käufer und Verkäufer. Viele kommen jedes Jahr zum Taubenmarkt in Mühltroff. Auch Bernd Renz und Silvio Buschner aus Geilsdorf schauten sich um. "Ich gehe seit 40 Jahren hierher", so Renz. "Wir kommen aus Tradition, um befreundete Züchter zu treffen." Kröpfer in Weiß und Blau bot Uwe Müller aus Wildetaube an. Bei Dieter Uhlemann aus Taupadel konnte man Hühner der Rassen Sussex und Kraineköppe erstehen.

Klaus Grüner aus Theuma hingegen war auf der Suche nach Mandarinenten: "Ich suche eine Ente für den Nachwuchs. Einen Erpel habe ich zu Hause." Fündig wurde er bei Patrick Zeidler. Der Züchter aus Gansgrün hatte neben Mandarinenten auch weiße Brautenten zum Verkauf mitgebracht. Nach der fachlichen Begutachtung des Tieres wurde man sich beim Handel schnell einig. "Wir sind ja auch im gleichen Verein", meinte Klaus Grüner. Auf der Suche nach einem Huhn der Rasse Wyanotte war noch Steffi Zapke aus Kirschkau. "In weiß möchte ich eines."

Nicht alle Boxen konnte der Geflügelzüchterverein, der im Jahr 1871 gegründet wurde, zu seinem 143. Taubenmarkt vergeben. "Das liegt daran, weil der Rosenmontag diesmal so spät ist", meinte Heiko Frisch vom Verein. So blieben einige der 300 Käfige leer.

Und während es in der Turnhalle noch tierisch zuging, wurde nebenan im Schützenhaus schon kräftig die Musik geblasen. Die Wisentataler waren in ihrem Element und sorgten für Stimmung. Die Tische im Schützenhaus waren voll besetzt, allerdings nur von Männern. Kein Wunder, es ist bekannt, dass es für die Herren der Schöpfung immer etwas fürs Auge gibt: Eine Striptease-Tänzerin hatte der Mühltroffer Geflügelzüchterverein diesmal organisiert.