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Reuther Tenor erhebt seine Stimme

Erlebt Landmaschinensinfonie begeistert

Stelzen. 

Stelzen . Wenn Henry Schneider die Schaufeln gegen bunte Tonnen donnern und den Mähbinder leuchten lässt, wenn sich die Melkspinne an der Festspielscheunendecke räkelt und an die zwölf Vögel laut aus Kuckucksuhren rufen, dann befindet man sich mitten in der Landmaschinensinfonie. Mit Bravour schmetterte Gerald Kaiser, der Tenor aus Reuth, in der mit etwa tausend Besuchern gefüllten Scheune das Trinklied aus der Oper "La Traviata", natürlich auf italienisch. Sein Enkel Albrecht indes, gerade mal sechs Jahre, spielte fleißig in der Geigentruppe von Stelzen mit - zusammen mit seinem Opa. Mit den Stelzener Anfängern hatte es Musikus Henry Schneider - seines Zeichens Gewandhausmusiker - schwer, das Ensemble wollte einfach nicht im Takt spielen, wie es sich gehört. Doch so ist es nun mal, zur Landmaschinensinfonie ist nichts so, wie es sonst ist. Gerade das Außergewöhnliche, immer versehen mit einem Schuss Ironie, ist es, was die Leute immer wieder nach Stelzen zieht.