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Riesenstimmung bei Megaumzug

Rekord 28.000 Zuschauer erleben 50 Gesellschaften mit 1.200 Faschingsfreunden

Die ursprüngliche Premiere fiel aus. Es fanden sich nicht genug Narren, die am geplanten Karnevalsumzug teilnehmen wollten. Malermeister Hilmar Brademann fragte 1992 bei 17 Vereinen nach: "Keiner hat sich geruckt. Der Umzug fällt aus." Hilmar Brademann blieb aber hartnäckig. Immer mehr Spaßmacher fanden sich zusammen. Der Plauener Manfred Jahn erinnert sich: "In den ersten Jahren hattest du als Zuschauer großzügig Platz." Kein Vergleich zur 20. Auflage des Karnevalsumzuges: "28.000 Zuschauer erleben hier genau 50 Gesellschaften, Vereine und Gruppen. Im Zug marschieren und fahren etwa 1.200 Faschingsfreunde mit. Das ist Rekord", freute sich Johannes Kriester. Dem Präsidenten des närrischen Dachverbandes VVC stand angesichts des größten Helau-Spektakels der vogtländischen Historie das Glück ins Gesicht geschrieben. Genau wie der Verkäuferin Juliane Arnd. Die junge Frau stand am Ende der 1,5 Kilometer langen Partymeile und sah, wie ihr Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer die Konfetti-Kanone bediente. "Jawohl!", schrie die 32-Jährige und meinte weiter: "Endlich mal ein Politiker, der seinen Bürgern zeigt, was hinter seinen Reden steckt." Der Spaß kam an. Auch der OB lachte auf dem Zugmarschall-Frontwagen. Einen großen Lacherfolg landeten die Ski-Faschingsfreunde aus Stöckigt. Die kutschierten ihren fahrbaren Untersatz als "Lenkratsamt" Zum Altmarkt. Landrat Tassilo Lenk wurde von mehreren Vereinen aufs Korn genommen, weil das neue Landratsamt zwei Jahre später fertig wird als geplant. kare