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Roboteranzug vorgestellt

Medizin Exoskelett-System HAL kann Querschnittsgelähmten helfen

Querschnittsgelähmt. Jürgen Burkhardt sitzt seit 2009 im Rollstuhl. Zur gestrigen Premiere eines revolutionären "Roboteranzuges" marschierte der 55-Jährige einfach drauflos. "Ich saß auf der A9 in meinem Auto am Stauende. Seit diesem Auffahrunfall kämpfe ich darum, wieder laufen zu können", erzählt der Chemnitzer. Die neue Therapie wird von nun an in der Paracelsus-Klinik am Standort Adorf (Info-Telefon: 03742-3790) eingesetzt. Chefarzt Dr. Peter Hügler: "Die sachsen- und thüringenweit erste umfassende Therapieserie mit dem japanischen Exoskelett-System HAL wird helfen, die aktive Bewegungsfähigkeit gelähmter oder in ihrer Gehfähigkeit stark eingeschränkter Menschen zu verbessern." Zum Beispiel nach Rückenmarkverletzungen kann der Patient mit diesem Stimulationssystem Fortschritte erzielen. Jürgen Burkhardt sagte gestern: "Es ist ein unglaublich tolles Gefühl, zu Laufen." Theodor Bülhoff vom Zentrum für Neurobotales Bewegungstraining in Bochum stellte klar: "Wir nutzen die oft noch vorhandenen, kleinsten Nervenimpulse bei der Therapie, um die am Körper fixierten Elektromotoren computerunterstützt einzusetzen." Regionaldirektor Erk Scheel und Verwaltungsdirektor Lutz Möller von den Paracelsus-Kliniken betonen: "Studien haben gezeigt, dass durch diese Therapie Menschen mit Querschnittslähmung oder stärkster Gang-Beeinträchtigung, neu Gehen lernen, da die Verbindungen zwischen Muskulatur und Gehirn über die vorhandenen kleinsten Nervenimpulse trainiert werden." kare



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