Rodewisch soll Gesicht bekommen

Kommunalpolitik Rathaus-Chefin will Stadtentwicklung weiter voranbringen

Rodewisch. 

Rodewisch. Mit einem Wähler-Votum von über 85 Prozent tritt Bürgermeisterin Kerstin Schöniger (CDU) ihre zweite Amtsperiode an. Mit dem Wahlergebnis ist sie ganz zufrieden. "Darauf kann ich aufbauen."

 

Gehofft hatte sie sogar noch auf ein besseres Abschneiden. Das wiederum hat etwas mit ihrer Gegenkandidatin Claudi Roßmann-Kansorra zu tun. Die DSU-Kandidatin war im Wahlkampf praktisch nicht in Erscheinung getreten. Eine öffentliche Debatte mit der Amtsinhaberin habe sie aus persönlichen Gründen abgelehnt. Derweil zieht die amtierende Rathaus-Chefin eine positive Zwischenbilanz-Bilanz ihrer bisherigen Tätigkeit. "Mein Ziel war es, der Stadt wieder Selbstbewusstsein und ein Gesicht zu geben."

 

Innenstadt soll auferleben

 

Herzstück ist das Areal rund um die Schlossinsel. Kürzlich wurde dort der Gondelteich von Schlamm befreit. Nächster Schritt ist die Sanierung der Fußgängerbrücke. Noch in diesem Jahr wird ein neuer Rundweg mit Sitzgelegenheiten und Beleuchtung angelegt. Die Belebung der Rodewischer Innenstadt soll in den nächsten Jahren eine große Rolle spielen. Neben einer neuen Kita ist ein Bäckerei-Café in Planung.

 

Wohnsituation soll deutlich verbessert werden

Mit der Firma Wunderlich aus Markneukirchen sei man bereits im Gespräch. Rodewisch soll für junge Leute attraktiv bleiben. Die Bürgermeisterin will ein Wohngebiet für Einfamilienhäuser realisieren. Parallel dazu sollen auch Wohnungen für Senioren entstehen. "Da ergibt sich nächstes Jahr etwas mit der AWO", verriet die 50-Jährige. Sie versicherte, dass auch die Randlagen der Stadt und die Rodewischer Ortsteile künftig nicht vergessen werden. Die unterlegene Herausforderin auf das Bürgermeisteramt warf Schöniger vor, dass sie nur Prestige-Projekte vorantreibe. Rodewischs Stadtoberhaupt lobte indessen die Arbeit der Verwaltung. Mit nur drei Teilzeitkräften im Bauamt werde viel geleistet. "Wir haben kurze Wege. Meine Tür steht immer offen.