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Rodewischer Busunternehmen blickt in der Krise nach vorn

Wirtschaft Göltzschtalverkehr stellt sich neu auf

Rodewisch. 

Rodewisch. Werkstatt-Meister Mirko Schmidt fühlt sich bei der Göltzschtal-Verkehrs GmbH gut aufgehoben. Entlang der Prüfstrecke im Verkehrshof an der Bachstraße werden die Busse regelmäßig gecheckt. Der gelernte KfZ-Schlosser, ist schon viele Jahr im Unternehmen dabei. Er und seine Werkstatt-Kollegen sind flexibel einsetzbar. Alle sind ausgebildete Busfahrer.

Aktuell kämpft sich das von Tino Dutzky geführte Busunternehmen mit vereinten Kräften durch die Krise. Während die Reiseschiene aufgrund des Pandemiegeschehens noch auf Eis liegt, rollt wenigstens der Linienverkehr. Da die Abschlussklassen in Sachsen wieder am Präsenzunterricht teilnehmen, können nun auch wieder Schüler befördert werden. Trotz angespannter Lage nimmt das Büro des Verkehrshofes wieder Reisebuchungen entgegen

Mit Flexibilität durch die Krise

Busunternehmer Tino Dutzky kann es kaum erwarten, dass der Reiseverkehr wieder rollt. Im Moment heißt es, Geduld zu bewahren. Doch der Kompass des Geschäftsführers der Göltzschtal-Verkehrs GmbH (GVG) ist längst auf einen Neustart ausgerichtet. Die Kataloge mit den Tourismus-Programmen sind gedruckt und werden bereits unter die Leute gebracht. Seit einigen Jahren bringt der Rodewischer zusammen mit dem Reichenbacher Reiseanbieter Gerlach sowie Heroldsreisen Klingenthal den gemeinsamen Katalog Vogtland-Reisen heraus. "Wir partizipieren voneinander."

Busunternehmer kommt unsicheren Frühbuchern entgegen

Die Saison von Göltzschtalreisen beginnt normalerweise Ende März/Anfang April. Aufgrund der anhaltenden Pandemie spürt der Geschäftsmann die Zurückhaltung der Kunden bei der Frühbuchung noch deutlich. "Im Vergleich zum Vorjahr liegen wir bei 30 Prozent." Wegen der unsicheren Lage kommt der Bus-Reiseveranstalter der potenziellen Kundschaft entgegen. "Bei uns läuft derzeit alles ohne Anzahlungen und Stornierungskosten." Man wolle das so lange beibehalten, bis fest steht, dass Reisen wieder unter gewohnten Bedingungen stattfinden können. Seit der Neustrukturierung des Vogtländischen Nahverkehrs im Herbst 2019 musste sich das Unternehmen neu aufstellen.

Mit dem Regionalverkehr Westsachsen fand man einen neuen Geschäftspartner. "Wir sind für den gesamten Stadtverkehr in Wilkau-Haßlau allein verantwortlich." Ein weiteres Standbein sind Fahrten für die Diakonie. Derzeit weggebrochen ist die Beförderung von Grundschülern zum Schwimmunterricht. "Ich hoffe, dass es weitergeht. Da haben wir Verträge mit zwölf Schulen." Die GVG hat insgesamt 15 Busse im Einsatz. Zum Team gehören 20 Mitarbeiter. Im 30.000 Quadratmeter großen Verkehrshof an der Bachstraße gibt es neben dem Werkstattbetrieb viele Optionen, weiß Dutzky. "Wir vermieten auch an andere Gewerbe."



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