Rodewischer feiern ihre neue Brücke

Einweihung Die Rodewischer konnten beim Namen vorher mitentscheiden

Rodewisch. Bei schönstem Sommerwetter feierte Rodewisch die Einweihung der neuen Brücke im Stadtpark. "Wir haben uns für eine analoge, keine virtuelle Veranstaltung entschieden", sagte Bürgermeisterin Kerstin Schöniger bei der Begrüßung. Die Rodewischer genossen es sichtlich, auf der Brücke zu spazieren, auf den Sitzbänken oder den Sitzstufen zu verweilen. Die Netzschkauer Musikanten sorgten für den guten Ton, und Kinder zogen im Laternenumzug durch den Stadtpark zur Brückeneinweihung.

"Ich erschrecke manchmal vor der eigenen Courage", verriet Kerstin Schöniger. Etwa als nach dem Abriss der alten Brücke vor zwei Jahren an der Stelle ein großes Loch klaffte. Aber man habe es gemeinsam geschafft, mit viel Unterstützung. "Wir hatten den Mut, ein neues Brückenbauwerk entstehen zu lassen." Mit dem Konzept habe man in Dresden Gehör gefunden. "Die EU ist weit weg, aber mitten in Rodewisch hat sie dicke Spuren hinterlassen", so die Stadtchefin. Damit meinte sie mehr als zwei Millionen Euro, die es an EU-Fördermittel für den Bau gab. Vom Land und Bund kam ebenfalls Unterstützung, einen Eigenanteil von 300.000 Euro trug die Stadt selbst.

Neben der Brücke sind asphaltierte Wege, Rasenflächen, Sitzstufen und-bänke, Blumenrabatten und Beleuchtung entstanden. Ein Kleinod mitten in der Stadt. "Das Ergebnis spricht für sich", so Ulrich Menke vom Staatsministerium Dresden. "Die Brücke wird die Stadt bereichern." Man sehe die Entwicklung im ländlichen Raum. Sören Voigt, Landtagsabgeordneter, sprach von einem tollen Bauwerk. "Eine Brücke ist etwas Verbindendes."

Kerstin Schöniger blickte voraus: "Ich wünsche mir, dass das ganze Ensemble angenommen wird. Dazu Kinderlachen, Geselligkeit und auch mal Ruhe." Und dass es pfleglich behandelt werde.

Spannend wurde es, als das Namensschild "Parkbrücke" enthüllt wurde. Die Rodewischer konnten beim Namen vorher mitentscheiden. Den Segen für die Brücke gab Pfarrer Stefan Mestars. Bunte Luftballons flogen vom Brückengeländer in den Himmel, später leuchtete hoch oben ein Feuerwerk.