Sachsenforst leitet Offensive für Umwelt ein

Naturschutz Maßnahmenplan für mehr biologische Vielfalt

Plauen/Vogtland. 

Plauen/Vogtland. Mit 335 Hektar ist das Naturschutzgebiet (NSG) Großer Weidenteich zwischen Schneckengrün und Kobitzschwalde das größte seiner Art im Vogtland. Die markante Landschaft mit Gewässern, offenen und bewaldeten Flächen ist ein Rückzugsgebiet seltener Tier- und Pflanzenarten. Die Pflege von Feuchtwiesen ist ein wichtiger Baustein im neuen Naturschutzkonzept vom Sachsenforst. Im Maßnahmenplan stehen Einzelprojekte, die in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden sollen. Dazu gehören Waldumbauprojekte, Renaturierungs- und Artenschutzprojekte sowie umfangreiche Aktivitäten in der Offenlandpflege. Ziel ist es, die biologische Vielfalt im Öko-System zu erhöhen.

Am Mittwoch gab Waldökologe Mathias Schmidt vom Forstbezirk Plauen auf einer Feuchtwiesen im NSG Einblicke in die Landschaftspflege. Aufgrund der Sensibilität der zum Teil schwer zugänglichen Bereiche ist das Befahren mit schwerer Technik untersagt. "Gemäht wird einmal jährlich mit Handmotorbalkenmäher", erklärte der Forstbezirks-Mitarbeiter. Das Schnittgut luden Landschaftspfleger auf eine Plane, die per Traktor und Seilwinde aus der Fläche gezogen wurde. Dort gedeiht unter anderem das Breitblättrige Knabenkraut. Diese Orchideenart wächst auf naturbelassenen Feuchtwiesen. Trotz der immensen Herausforderungen bei der Borkenkäferbekämpfung konnten laut Schmidt in den vergangenen Monaten weitere Maßnahmen im Vogtland in Angriff genommen werden. So wurden der Meiselsteich bei Rützengrün und ein Fließgewässer am "Grünen Band" bei Ebmath renaturiert.